Benni würde gerne mal wieder seinen Brudi sehen …

Die Mama hatte einen Wechsel von Benni alle zwei Monate vorgeschlagen: Es begann mit 10.8. bis 10.10.2020 bei Euch; das hat ja prima stattgefunden. Dann war Benni vom 10.10. bis 10.12.2020 bei mir; das haben wir auch so umgesetzt. Am 10.12.2020 wurde Benni nicht abgeholt, trotz einiger Angebote von mir. Mir wurde nur Anfang Dezember 2020 von Dritten übermittelt, dass Matis gerne Benni sehen will. Ich stehe dem nicht im Weg.

Benni im Schnee; am 9. Januar 2021 in der Eifel.

Die Weite des Universums

In diesen Tagen, dem Ende des alten und dem Beginn des neuen Jahres, kommen wieder die Sterndeuter zu Wort. Die Astrologen sind die, die aus den Sternen die Zukunft meinen ablesen zu können. Ich persönlich bin da etwas skeptisch. Deshalb interessiert mich eigentlich mehr die Astronomie, die Wissenschaft von der Erforschung des Universums.

Im letzten Jahr, von der breiten Öffentlichkeit eher unbeachtet, haben Astronomen einige erstaunliche Forschungsergebnisse hervorgebracht. Sie haben nicht nur berechnet, in welchen Bahnen sich 40.000 verschiedene Sterne in den nächsten 400.000 Jahren (Kleinigkeit :-)) bewegen werden. Sie haben auch ein Panorama der Röntgenstrahlung im Universum erstellt. Und zusätzlich – mal eben so – haben sie eine Karte, d.h. eine Aufzeichnung, der Sterne der letzten 11 Mrd. Jahre erstellt. Das sind unvorstellbare Dimensionen.

Die Beobachtungen und Erforschungen haben zum einen in den USA, im Weltraumforschungs-zentrum in Apache Point, New Mexico, mit einem Weitwinkelteleskop von der Erde aus stattgefunden. Zum anderen haben sich die Forscher der Weltraumteleskope eRosita (vom deutschen Max-Plack-Institut) und Gaia bedient.

Was für Dimensionen das Weltall hat, wird einem erst einmal bewusst, wenn man sich ein paar Beispiele vor Augen führt. Licht benötigt etwas mehr als eine Sekunde, um vom (Erd-)Mond zur Erde zu gelangen. Wie schnell war noch genau das Licht? Ja, genau: 300.000 Kilometer pro Sekunde. Die Entfernung von Mond zur Erde variiert zwischen 356.000 bis 406.000 Kilometern. Im Vergleich: Der Umfang der Erde am Äquator misst gerade einmal 40.000 Kilometer, die Entfernung New York – Frankfurt beträgt gerade einmal 6.204 Kilometer. – Aber, in einer Lichtsekunde gelangt man nur zum Mond. Zwischen Erde und Sonne liegen 8 Lichtminuten, d.h. ein Lichtstrahl der Sonne benötigt 8 Minuten, bis er auf die Erde trifft, Distanz ungefähr 150 Millionen Kilometer. Zwischen Erde und Mars liegen zwischen 56 und 401 Millionen Kilometer.

Der nächste Nachbarstern zur Sonne ist Proxima Centauri. Dieser ist von der Erde 4,3 Lichtjahre entfernt, d.h. einhundert Millionen Mal weiter als der Mond.

Von solchen Sterne gibt es enorm viele. Die Milchstraße, die eine Galaxie aus 100 bis 400 Millionen Sternen ist, hat eine Ausdehnung von 185.000 Lichtjahren. Sie ist, so nimmt man aktuell an, nur eine von rund zwei Billionen Galaxien.

Mit einem Teleskop kann man auch noch weiter sehen. Die der Milchstraße am nächsten gelegene Galaxie, Andromeda, kann man wohl noch mit bloßem Auge sehen, wenn man geübt ist. Die benachbarten Galaxien nennt man eine lokale Gruppe; Milchstraße und Andromeda gehören zu solch einer lokalen Gruppe. Die lokalen Gruppen werden einem Supercluster zugeordnet. Milchstraße und Andromeda gehören zum Supercluster mit Namen „Virgo“.

Mit dem größten Teleskop bisher, dem Hubble Teleskop, können Forscher extrem weit schauen; so haben sie im Jahr 1995 sehr schwach erleuchtete Galaxien gefunden, von deren Licht sie annehmen, dass es bereits 12,5 Mrd. Jahren unterwegs sein muss (Entfernung: 12,5 Mrd. mal 365 mal 24 mal 360 mal 300.000 Kilometer). Das Universum, so die Forschung, besteht seit dem Urknall (Big Bang), der vor gut 13,8 Mrd. Jahren stattgefunden haben soll.

Da ist die sogenannte Whirlpool-Galaxie noch verhältnismäßig nah, nur 25 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie kreist um ein schwarzes Loch. Damit und mit weiteren Geheimnissen des Universums sollten wir uns später noch weiter befassen.

Warum feiern wir eigentlich Weihnachten?

Da gibt es eine Menge Geschenke. Da sind alle zusammen. Da gibt es immer leckeres Essen und viele Süßigkeiten. Die Stimmung mit Kerzen, Lichtern, Weihnachtsbäumen ist so schön. Die Vorfreude ist so schön, die Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern – naja, jedenfalls, wenn es kein Corona gibt – das Schmücken des Hauses. Da feiern wir die Geburt Jesu. Ab Weihnachten werden die Tage wieder länger und die dunklen Nächte kürzer.

Richtig? Und in dieser Reihenfolge?

Schwer zu sagen. Vermutlich hat jeder Mensch ein etwas anderes Bild.

Ich mag gerne die Stimmung in der Adventszeit. Ich mag auch die vielen Süßigkeiten, die es da gibt. Stollen, Printen, Dominosteine. Ich mag auch den Dezember, wenn es etwas kälter wird und – sogar in Köln – vielleicht schon einmal Schnee fällt. Adventswochenenden zuhause, mit Musik, Filmen, schönem Essen.

Eigentlich freue ich mich auch auf das Weihnachtsfest selbst. Allerdings ist das Weihnachtsfest auch eine wirklich schwierige Angelegenheit. Bei mir ist es meistens so, dass ich bis zum 24. Dezember ca. 300 bis 400 Mal schriftlich oder mündlich oder beides „ein frohes Weihnachtsfest“ gewünscht habe. Allein dadurch ist der „Heilige Abend“ mit maximalen Erwartungen aufgeladen. Es kommt die ganze Adventszeit mit Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkten etc. hinzu, die ja alle (auch) eine Ankündigungsfunktion haben. Alle diese Ereignisse und Bräuche wollen auf den „Heiligen Abend“ vorbereiten.

Christlich ist das alles wirklich gut zu verstehen. Da steht Johannes der Täufer am Anfang der Adventszeit und weist auf das Kommen des Messias hin. Am Heiligen Abend wird aus christlicher Sicht das Unbegreifliche gefeiert: Der allumfassende, unendliche, nie begonnen habende und nie enden werdende, allmächtige Gott kommt als kleines Kind auf die Welt. Das ist, wenn man sich das nochmal überlegt und ein modernes Wort sucht, Mega-Krass. Diese Feier kann man eigentlich nicht genug vorbereiten und sich innerlich darauf einstellen, weil es immer wieder und wieder unbegreiflich ist. Und weil es von unvorstellbarer Liebe Gottes zu den Menschen zeugt. Ob sich dieses Glück auch für die Lebewesen auf anderen belebten Planeten des Universums ereignet hat?

Das ist ja eigentlich Weihnachten. Und weil wir vom lieben Gott so reich beschenkt werden, beschenken wir uns gegenseitig und feiern das in der Familie.

Leider ist das alles mit ziemlich viel Trubel verbunden. Die Feier, weil auf ihr so viele Erwartungen lasten, muss grandios sein und bedarf viel Vorbereitung. Das macht vielen Menschen Stress. Die Messfeier am Heiligen Abend ist nicht einfach zu erreichen, weil ja wirklich viele Personen gleichzeitig dorthin wollen und weil es manchmal auch mit Stress (Parkplatz, Sitzplatz) einhergeht. Naja, mit ein wenig guter Vorbereitung lässt sich das alles noch halbwegs machen.

Und dann das Schenken. Wie will man mit Liebe schenken, wenn man vor allem ewig lange Listen von zu beschenkenden Personen abarbeitet und krampfhaft grübelt, was man diesem oder jenem noch schenken kann. Naja, das lässt sich auch organisieren, wenn man es früh genug und in aller Ruhe angeht.

Aber was mich am meisten gestört hat, wenn es denn so war. Das war das Ertränken des Weihnachtsfestes in Geschenken. Bitte nicht falsch verstehen. Ich mag Geschenke. Ich mag es, anderen Geschenke und damit eine Freude zu machen. Ich mag es sehr, wenn die andere Person merkt, dass ich sie mit meinen Geschenken wertschätze, ihr eine Freude mache und vielleicht auch ein klitzekleines bisschen ihr Leben mit einem Geschenk bereichere. Ich mag auch selbst Geschenken bekommen, aus denselben Gründen.

Aber ich finde es schrecklich, wenn Geschenke so massenhaft auftauchen, so sehr Budget-Erwägungen und Volumen des Geschenks in den Vordergrund treten, dass all diese schönen Ideen, die Gefühle, das Weihnachtsgefühl, die Stimmung und die ganze Sinnhaftigkeit des Beschenkens und des Weihnachtsfestes mit jedem Geschenk, das hinzukommt, weiter zurückgehen und irgendwann überlagert oder ganz abgetötet werden. Dann tritt nicht so sehr das Schenken, sondern die dadurch ausgelöste Ermüdung und Überreizung in den Vordergrund und zerstört die Stimmung, die Idee des Beschenkens und des Festes, die Weihnachtsidee der Liebe und der Familie, der Menschwerdung Gottes so sehr, dass ich am liebsten ganz darauf verzichten würde.

Mein persönliches all time high der Weihnachtsfeiern war die im Jahr 1982, als ich im Alter von 16 Jahren ein Jahr als Austauschschüler in den USA verbracht habe. Die Feier fand am ersten Weihnachtstag statt, weil es in Iowa nicht üblich ist „Christmas eve“ zu feiern. Es kam die ganze Bassett-Familie, d.h. damals die fünf Kinder der Bassetts – das jüngste Kind der Bassetts, Michael, war damals 23 Jahre alt -, mit ihren eigenen Kindern zusammen. Die Enkelkinder waren damals noch nicht so zahlreich, d.h. insgesamt nur 6 und die meisten waren noch sehr klein. Wir trafen uns in der Wohnung der jüngsten Tochter, die eigentlich für über 20 Personen viel zu klein war. Es gab einzelne kleine Geschenke, vor allem für die Enkelkinder; aber nicht wirklich viel. Das wichtigste war die große Festtafel, die man vom Living Room beginnend bis ins Schlafzimmer gebaut hatte, damit alle Personen daran Platz hatten. Wie es in Iowa üblich war, hatte jeder einen Teil des Essens, u.a. zwei gebratene Turkeys, mitgebracht, so dass die Essens-Vorbereitung überschaubar war. Ich habe das als ganz tolles Fest in Erinnerung; es war sehr herzlich und innig. Ein wunderschönes Fest. Vielleicht finde ich noch irgendwo ein Foto. Dann stelle ich es ein.

Nach den US-Wahlen: Let the healing begin …

Das sagte der gewählte zukünftige amerikanische Präsident Biden am vorletzten Samstag, als einigermaßen feststand und die US-Fernsehsender dies bestätigt hatten, dass er die Wahlen gewinnen würde.

Aber was kann denn ein US-Präsident, der zwar sensationell viele Stimmen, nämlich mehr als 79 Millionen auf sich vereinigt hat, bewirken? Immerhin hat sein Gegner ebenfalls ein enormes Ergebnis, 73 Millionen Stimmen, erzielt und daraus leitet dieser, Trump nämlich, eine starke Legitimation ab, für einen sehr großen Teil der Amerikaner zu sprechen, diese besser zu verstehen und der bessere „Mann“ für diese Leute zu sein.

Das ist eine sog. Herkules-Aufgabe für Joe Biden. Sie erscheint auch kaum erreichbar, wenn man mal vergleicht, wie groß die Zustimmung vor 12 Jahren zu Barack Obama war und wie wenig er das amerikanische Volk einen konnte.

Klar, dass der Ton ein anderer werden wird. Joe Biden gilt als Vermittler. Er pflegte auch schon als Vizepräsident von Obama gute Kontakte zu den Republikanern, d.h. zur gegnerischen Partei, und war der Mann von Obama, der vermitteln musste und das gut gemacht hat, wenn es zwischen Obamas Partei, den Demokraten, und den Republikaner „klemmte“.

Joe Biden wird aber auch auf die Leute zugehen müssen, die Trump gewählt haben. Das ist sicherlich nicht einfach für ihn, weil er eher dem Washingtoner Establishment zugerechnet wird und seine Gegner häufig der ländlichen Bevölkerung in Texas, Florida oder im Mittleren Westen angehören. Das sind, wie man so sagt, bisweilen zwei verschiedene Welten. Da wird es nicht einfach für Joe Biden, die Zustimmung der anderen Leute, derjenigen, die gegen ihn gestimmt haben, zu gewinnen.

Aber vielleicht ist das auch nicht unbedingt das Ziel. Man wird ja nicht in vier Jahren alle Leute bekehren wollen. Wichtiger wird wohl eher sein, dass die unterschiedlichen Meinungen gegenseitig respektiert werden und dass sie mit gesitteten Mitteln, d.h. mit denen des Rechtsstaats und der Demokratie, geltend gemacht werden. Das muss das Ziel von Biden sein. Das muss sich ändern und das ist die Abkehr vom Trump’schen Stil. Wenn Biden Diskussionen in einen menschlichen und gesitteten Rahmen bringen kann und die Leute nicht „mit dem Messer“ oder mit dem Revolver – oder wie es bei den Polizisten in Wisconsin geschah: mit den Schlagstöcken und Polizeistiefeln auf schwarze Mitbürger – aufeinander losgehen, dann ist schon enorm viel erreicht. Die Leute sollten Respekt für ihre Andersartigkeit und für ihre jeweils anderen Meinungen, Lebensauffassungen, Lebensstile und religiösen Überzeugungen haben, diese akzeptieren und sich gegenseitig als Mitbürger respektieren. Denn jeder für sich und die unterschiedlichen Lager wollen ja immerhin (jedenfalls ganz viele davon) im großen Ergebnis dasselbe, sie wollen die Welt auf ihre Weise besser machen. Was das heißt, darüber kann man natürlich anderer Ansicht sein.

Wir glauben ja, dass dazu die Verbesserung des Klimas, das Eintreten für Minderheitenrechte, für Gleichstellung von Frauen, Schwarzen, Indianern, Mohammedanern, Schwulen, Lesben etc. gehört. Das denkt auch Joe Biden. Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn es ihm gelingt, möglichst viele Menschen davon zu überzeugen. Dann wird diese Welt eine bessere Welt.

Wollen wir hoffen, dass Joe Biden in seinem hohen Alter diese Kraft hat. Erfahrung hat er glücklicherweise enorm viel. Und eine tolle Frau, Kamala Harris, an seiner Seite. Also, das könnte doch ein bisschen „Healing“ werden.

(AP Photo/Andrew Harnik, File)

Das größte Lebenswesen der Welt ist ein Pilz

Pilze sind eine besonders spannende Art von Lebewesen. Sie kommen bisweilen sehr schön daher, wie der Fliegenpilz:

Die habe ich bei einer Wanderung gestern gesehen. Wunderschön, aber auch sehr giftig.

Die Pilze, die man essen kann, sehen dagegen viel unscheinbarer aus und man übersieht sie im Wald sehr leicht. Man muss schon sehr genau und manchmal auch einfach einige Zeit auf ein Waldstück schauen, um den Steinpilz zu entdecken. Der gilt zurecht als Delikatesse.

Manche Pilze sehen aus wie Korallen. Sie heißen auch so ähnlich, also Korallenpilze.

Wunderschön. Wenn man sich einmal damit beschäftigt hat, ist es erstaunlich, was der Waldboden alles hergibt.

Das erstaunlichste: Das weltgrößte Lebewesen wurde in Oregon, an der Westküste der USA entdeckt. Es ist der Hallimasch. Ein Pilz, der oberirdisch mit ein paar Hütchen zu sehen ist, der sich aber unterirdisch riesig ausbreitet:

Das Bild ist nicht von mir; ich habe es im Internet geklaut;
die Urheber dieses schönen Bildes mögen es mir nachsehen.

Der Hallimasch in Oregon ist (unterirdisch) ein riesiger Pilz: Er erstreckt sich über neun Quadratkilometer. Das entspricht einer Fläche von 1.200 Fußballfeldern. Was so groß ist, braucht auch seine Zeit zum Wachsen. Das Alter des Hallimaschs wird auf stolze 2.400 Jahre geschätzt. Damit zählt der Pilz sicher auch zu den ältesten Lebewesen der Welt. Im Jahr 2000 wurde er im Boden des Malheur National Forest im amerikanischen Bundesstaat Oregon entdeckt.

Solch einen großen Pilz habe ich gestern nicht im Wald entdeckt. Aber eine ziemlich große Pilzkolonie auf einem umgestürzten Baumstamm:

Und zu guter Letzt: Benni war natürlich auch mit von der Partie: