Perseverance

heißt „Ausdauer“ oder „Durchhaltevermögen“. Es ist der Name des Roboters, den die Nasa am 30. Juli 2020 auf die Reise zum Mars geschickt hat und der am 18. Februar 2021, also knapp 8 Monate später, auf dem Mars glücklich gelandet ist.

480 Millionen Kilometer musste die Rakete von Cape Canaveral bis zum Mars zurücklegen. Wenn man das durch die Reisedauer von rund 230 Tagen teilt, sind das mehr als 2 Millionen Kilometer pro Tag, also so, als wenn die Rakete an jedem einzelnen Tag 50 Mal (!) die Erde am Äquator umkreist hätte. Allein das sind schon verrückte Dimensionen.

Seit der Landung wird der Roboter erst einmal einmal getestet. Ich denke, die Nasa will herausfinden, ob er die Reise gut überstanden hat und ob alle Funktionen, die man sich auf der Erde ausgedacht hat, auch auf dem Mars verfügbar sind.

Ich denke, wir schauen von Zeit zu Zeit mal im Internet, was Perseverance vom Mars berichtet. Mit an Bord ist übrigens auch ein Minihelikopter mit Namen Ingenuity, das heißt Einfallsreichtum. Den braucht Perseverance sicherlich. Mehr Informationen zu aktuellen Themen gibt es im Login-Bereich.

Heute im Gericht

Lieber Matis, nun hat der Gerichtstermin stattgefunden. Das Wichtigste ist, glaube ich, dass Deine Mama und Dein Papa sich verständigt haben, damit es Dir zukünftig besser geht. Darüber freue ich mich riesig. Du hast ein Recht auf Deine Mama und auf Deinen Papa (und natürlich auch auf Deinen leiblichen Vater). Und wir haben heute einen ganz großen Schritt in diese Richtung getan.

Wichtig wird es jetzt sein, dass Dein Papa und Deine Mama nun in den nächsten Monaten das, was wir heute vereinbart haben, auch umsetzen. Ich bin sehr fest entschlossen, das zu tun. Ich möchte gerne mit Deiner Mama einen Frieden schließen, damit Du im Wissen um diesen Frieden auch innerlich völlig frei bist zu entscheiden, wann Du die Mama und wann Du den Papa sehen möchtest.

Ich würde auch gerne verstehen, was es heißt, wenn Deine Mama sagt, dass Du vor mir Angst hast. Ich weiß, dass Du diese Angst bis zum 27. Februar 2019 jedenfalls nicht hattest. Ich würde gerne verstehen, was ich tun kann, um Dir diese Angst zu nehmen. Ich will das gerne alles ermöglichen.

Mir liegt unheimlich viel daran, dass es Dir gut geht und es quält mich zu wissen, dass das zur Zeit offenbar nicht der Fall ist. Liebe Grüße sendet Dir Dein Papa

P.s.: Morgen haben Marie und Moritz Geburtstag. 17! Vielleicht schreibst Du Ihnen eine Geburtstagskarte an Bruntjer Weg 37, 26845 Nortmoor, oder eine SMS oder whatsapp-Nachricht.

Für einen starken Jungen nächste Woche vor Gericht …

Lieber Matis, es tut mir wirklich sehr leid, wenn der Umgangsprozess für die Dich belastend ist. (Auch der Gang zum Zahnarzt ist nicht angenehm, aber manchmal notwendig, damit Dir geholfen wird.) Ich mache das, weil ich überzeugt bin, dass es Dir tausendmal besser gehen wird als jetzt, wenn Du wieder mit mir zusammentreffen und das Gefühl haben darfst, ich hätte Dich nicht im Stich gelassen und der Papa ist für Dich da. Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass Du gerade in der aktuellen Situation der Trennung, mit Corona-Lockdown und in Deinem Alter Deinen Papa, mich, brauchst. Ich kenne Dich sehr gut, ich weiß, wie Du tickst, wir hatten in den letzten 13 von 15 Jahren ein tolles, vertrautes Verhältnis miteinander und Du hast Dich bei mir sicher und stark gefühlt. Ich möchte, dass es Dir wieder richtig gut geht. Damit will ich überhaupt nicht abstreiten, dass es sicher eine große Bereicherung für Dich und Dein Leben ist, dass Du Deinen leiblichen Vater getroffen hast und Dich mit ihm austauscht. Ich glaube, er ist ein wirklich netter Kerl. Dennoch glaube ich, dass ich als Dein Papa, der Dich aufgezogen hat und mit dem Du Deine ersten 13 Jahre lang groß geworden bist, Dir sehr viel geben kann und es für Dein Leben aktuell sehr wichtig wäre, wenn Du mich treffen könntest. Liebe Grüße sendet Dir Dein Papa

Frühjahr 2017
Juli 2018
September 2017
Juni 2017
Dezember 2017 (Stichwort „BBQ-Burger“)
Dezember 2018

Wer will denn schon weise sein?

Was bedeutet eigentlich Weisheit? Ist der Typ auf dem Fotos weise?

Naja, das ist der US-Senator Bernie Sanders (79 Jahre alt) bei der Inauguration in der letzten Woche. Ist schon imposant, wie er da so sitzt, wie ein Fels in der Brandung. Es gibt ein Dutzend Collagen dazu im Netz.

Ich habe neulich zufällig eine Radiosendung angehört zum Thema Weisheit. Eine Weisheitsforscherin wurde nach den Kriterien befragt, wann ein Mensch weise ist. Ich fand das ganz interessant, weil ich irgendwann mal in der Mittelstufe in der Schule ein bisschen in den Platon hereingeschnuppert habe, der sagte, dass man nach der Weisheit streben solle.

Also, was ist Weisheit? Die interviewte Weisheitsforscherin, Professorin in Klagenfurt in Österreich, zählte fünf Kriterien auf. (I) Ein weiser Mensch sei offen für die Perspektiven anderer Menschen; er denke nie, dass er schon alles weiß, was richtig ist. Offen auch für neue Erfahrungen. (II) Ein weiser Mensch habe Einfühlungsfähigkeit. Er lasse sich darauf ein (und könne das auch), mal zu fühlen, was andere fühlen. (III) Reflektiertheit ist das dritte Kriterium; der weise Mensch hinterfragt sich und sein Handeln und seine Reaktionen, er hat die Möglichkeit, mal neben sich zu treten und auf sich drauf zu schauen. (IV) Weiterhin ist er in der Lage, klug mit den eigenen Gefühlen umzugehen. Er nimmt die eigenen Gefühle wahr und erkennt ihre Botschaften, er lässt sich aber nicht von den eigenen Gefühlen blockieren oder beherrschen. (V) Zuletzt, wahrscheinlich das Wichtigste: Der weise Mensch hat Selbstvertrauen. Er kann auch in Krisensituationen sich sagen, dass er ja schon einiges bewältigt hat und deshalb auch diese Krise vermutlich meistern wird. Es klang übrigens inb der Radiosendung ein bisschen so, als sei eine persönliche Krise wichtig für den Reifungsprozess zu einem weisen Menschen.

Mir fällt dabei zum Beispiel auch der berühmte Verhaltensforscher Konrad Lorenz (auf dem Bild) ein. Ich habe von ihm in der Schulzeit ein paar Bücher gelesen, z.B. „Das sogenannte Böse“, wo es vor allem um den Aggressionstrieb geht, den er – natürlich – vor allem bei Tieren erforscht hat. Allerdings bezieht er seine Erkenntnisse auch auf Menschen. Er hat übrigens gesagt, dass er jeden Morgen nach dem Aufstehen eine seiner Theorien hinterfrage, sozusagen als Denksport oder Gehirnjogging, nehme ich an. Damit würde er wohl mindestens eines der Kriterien eines weisen Menschen erfüllen.

Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ – Welche von den Planeten und Sternen gibt es überhaupt?

Das haben wir damals 2010 bei der Fahrt durch die USA gehört und danach immer mal wieder bei langen Autofahrten. Ich wollte mal wissen, welche Planeten und Sterne aus dem Roman von Douglas Adams (und den anderen Romanen, z.B. Restaurant am Ende des Universums) es wirklich gibt. Hier ein paar davon:

Alpha Centauri

Im Roman sitzt auf Alpha Centauri das örtliche Planungsbüro für das Raumgebiet, in dem sich die Erde befindet. Wichtige Angelegenheiten – etwa die bevorstehende Sprengung der Erde – werden dort ausgehängt. | In Wirklichkeit ist Alpha Centauri ein Doppelstern, α Centauri A und α Centauri B. α Centauri A ist etwas größer als die Sonne, α Centauri B etwas kleiner als die Sonne. (Zur Erinnerung: Der Durchmesser der Sonne ist mit 1,4 Millionen Kilometern etwa 110-mal so groß wie der der Erde.) Beide (α Centauri A und α Centauri B) sind die beiden erdnächsten Sterne nach der Sonne. Sie sind von der Erde „nur“ wenig mehr als 4 Lichtjahre entfernt. (Wie viel war noch ein Lichtjahr: Die Entfernung, die das Licht im Vakuum in einem Jahr zurücklegt: 9,46 Billionen Kilometer = 9.460.000.000.000 km.)

Antares

Heimat der antarischen Sittichdrüsen. | In der Realität ist Antares der Name des hellsten Sterns im Sternbild Skorpion. Er wird auch als „the heart of Scorpion“ bezeichnet. Dieser Stern ist von der Erde gut 600 Lichtjahre (rund 6.000 Billionen Kilometer) entfernt.

Barnards Stern

Real ist Barnards Pfeilstern (oder auch Barnards Stern) ein kleiner Stern, der der Erde am viertnächsten kommt. Er ist nur gut 6 Lichtjahre (rund 60 Billionen Kilometer) entfernt. Wissenschaftler nehmen an, dass hier sogar Leben möglich wäre. | Im Roman ein Drehpunkt für die galaktische Raumfahrt. Es ist das erste Ziel der Vogon-Bauflotte nach der Zerstörung der Erde.

Beteigeuze

Beteigeuze (auch α Orionis genannt) ist tatsächlich ein Riesenstern. Er gehört zur Milchstraße und hat den 1000-fachen Durchmesser der Sonne. Das Volumen der Sonne passt also ungefähr 1 Mrd. Mal in Beteigeuze. Er hat ungefähr 10.000 Mal die Leuchtkraft der Sonne. Beteigeuze gehört zum Sternbild des Orion, deshalb wird er auch als α Orionis bezeichnet. Bei der Entfernung zur Erde sind sich Wissenschaftler nicht sicher, sie wird zwischen 499 und 724 Lichtjahren eingeschätzt, relativ weit entfernt also. | Im Roman ist Ford Prefect auf einem ihrer Planeten namens Beteigeuze V aufgewachsen.

Erde

Die Erde wird in der Einleitung zum Anhalter folgendermaßen beschrieben:

Weit draußen in den unerforschten Einöden eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxis leuchtet unbeachtet eine kleine gelbe Sonne. Um sie kreist in einer Entfernung von ungefähr achtundneunzig Millionen Meilen ein absolut unbedeutender, kleiner blaugrüner Planet, dessen vom Affen stammende Bioformen so erstaunlich primitiv sind, dass sie Digitaluhren immer noch für eine unwahrscheinlich tolle Erfindung halten.

Laut dem Roman befindet sich die Erde (zusammen mit weiteren Sonnen und Planeten) im galaktischen Sektor ZZ9 Plural Z Alpha. Dieses hat für die Bewohner die unangenehme Folge, dass sie das Risiko tragen, bei einem Hyperraumsprung einfach zu verschwinden.

Magrathea

Planet im Pferdekopfnebel, auf einer Umlaufbahn um die Doppelsterne Soulianis und Rahm. Naja, jedenfalls den Pferdekopfnebel gibt es wirklich. Er ist aber ungefähr 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernt. Es handelt sich um eine Dunkelwolke im Sternbild des Orion (zu dem auch Beteigeuze gehört), die von ihrem Hintergrund betrachtet wie ein Pferdekopf aussieht. | Im Roman wird beschrieben, dass Magratheas Wirtschaft nur auf einem einzigen, jedoch außerordentlich ertragreichen Wirtschaftszweig basiert: Der Planung und dem Bau von Planeten, insbesondere Luxusplaneten für die Reichsten der Reichen. In der Hörspielfassung, die wir uns angehört haben, ist Magrathea außerdem der Planet, auf dem Milliways, das Restaurant am Ende des Universums steht, was wohl eher zeitlich als räumlich gemeint sein sollte, spielt doch der Rest der Handlung in unserer Galaxie, der Milchstraße, und keineswegs in anderen Teilen oder am „Rande“ des Universums. Douglas Adams hat also nur einen relativ kleinen Teil des Universums von vielleicht 1.500 Lichtjahren Reichweite abgedeckt. Die Galaxie der Milchstraße soll schon einen Durchmesser von gut 170.000 Lichtjahren haben, das Universum gut 90 Mrd. Lichtjahre (1 Lichtjahr = 10 Billionen Kilometer). Naja, schon ganz schön groß, da wäre vermutlich auch der „Unwahrscheinlichkeitsdrive“ überfordert.

Ursa Minor Beta

Im Anhalter-Roman steht auf Ursa Minor Beta das Bürogebäude des Anhalter-Verlages. Der Planet selbst zeichnet sich dadurch aus, dass er „aufgrund einer unerklärlichen und irgendwie verdächtigen topographischen Laune fast ausschließlich aus subtropischer Küste besteht“ und es dort „aufgrund einer gleichfalls verdächtigen Laune der zeitlichen Relastatik fast immer Samstagnachmittag ist, kurz bevor die Strandbars schließen.“ | In der Realität ist Ursa Minor Beta oder im Deutschen mit dem arabischen Wort „Kochab“ bezeichnet der zweithellste Stern des „Kleinen Bären“ oder des „Kleinen Wagens“, wie wir in Deutschland sagen. Er bildet zusammen mit Pherkad den Abschluss des Kastens des „Kleinen Wagens“. Er ist wirklich groß. Für uns erscheint er klein, weil er gut 130 Lichtjahre entfernt ist.

Sonne

Die Sonne, so Douglas Adams, ist der Stern von Supercomputer Erde. Im Vergleich zu Beteigeuze ein mittelgroßer Zwerg, sagt er. Und das stimmt sogar; das haben wir bei der Recherche zu Beteigeuze eben gesehen.

Lustig und völlig erfunden sind:

Bethselamin

Bethselamin ist ein sagenhaft schöner Planet aus feinstem Käse, der über seinen immer rapideren Gewichtsschwund, an dem zehn Billionen hungrige Touristen jährlich schuld sind, dermaßen beunruhigt ist, dass einem der Nettounterschied zwischen der Menge, die man isst, und der Menge, die man während des Aufenthaltes auf dem Planeten wieder ausscheidet, vor der Abreise vom Körpergewicht chirurgisch abgezogen wird. Deshalb ist es so ungeheuer wichtig, sich jedes Mal, wenn man auf die Toilette geht, eine Quittung ausstellen zu lassen.

Fintelwudelwix

Bezeichnung der auf der Erde gestrandeten Golgafrinchamianer für die Erde.

Gagrakacka

Der Heimatplanet der Band Desaster Area.

Lamuella

Ein Planet, den die „Absolut Normalen Viecher“ auf ihrer Wanderung betreten und die Heimat des „Sandwichmachers“ (Arthur Dent).