Benni fehlt uns, Papa Bassett auch

Lieber Matis, das war ein harter Tag gestern. Aber Du kannst sicher sein: Benni wollte nicht mehr. Er hat sich auf dem Weg zum Tierarzt nicht mehr bewegt. Und vorher zuhause, hatte er noch ein wenig lustlos auf den Putenstreifen herumgekaut. Er hat den ganzen Tag sonst nichts gefressen. Er lag einfach da auf seinem Kissen. Benni hat mit seinem ganzen Verhalten klar gemacht, dass er in Frieden gehen will.

Das ist unheimlich traurig. Ich bin gestern Abend und heute Abend nach Hause gekommen und das Haus war leer. Er fehlt mir sehr. Selbst in seiner Gebrechlichkeit war er zuletzt noch ein lieber und für mich unheimlich wertvoller Gefährte.

Was für ein toller Hund. So ein Hund, der in allen Menschen nur Freunde und das Gute sieht, ist etwas ganz Besonderes und ein wunderbares Vorbild. Der so lieb zu allen ist. Und immer Hunger hat :-). Wir können wirklich dankbar sein, dass er 12 Jahre bei uns war. Wir hatten so viele wunderschöne Erlebnisse mit Benni. Das Bild oben im Blog, das Dich eben begrüßt hat, habe ich in den letzten Tagen wiedergefunden; es stammt aus Österreich aus 2012. Da waren wir am Katschberg und Benni ist in dieses gelb blühende Paradies gelaufen. Noch ein Foto zeigt das Retriever-Glück nach langer Wanderung:

Es gibt so viele wunderschöne Erinnerungen und ich bin sehr dankbar, dass wir Benni hatten.

Papa Bassett

Am Dienstagabend erreichte mich die Nachricht, dass kurz zuvor Papa Bassett sich verabschiedet hatte. Er ist am 21. September 97 Jahre alt geworden. Und er wollte nicht mehr bleiben, so sagt seine älteste Tochter. Seine altes Herz hat an dem Morgen aufgehört zu schlagen.

Ich war zunächst sehr getroffen von der Nachricht. Du weißt, dass die beiden, Mama und Papa Bassett, mich sozusagen adoptiert haben. Sie haben mich immer als „dear 4th son“ angeschrieben. Und ich wußte, dass die beiden sehr alt sind / waren und unheimlich gebrechlich. Vor gut einem Jahr durfte ich noch zusammen mit deren Kindern und Enkelkindern ihnen am 1. Mai zum 75. Hochzeitstag gratulieren.

Erinnerst Du Dich noch, wie wir in 2010 dort zu Besuch waren und Du mit Papa Bassett auf dem Trecker gefahren bist?

Da ist auch noch dieses Gruppenbild entstanden. Denn wenn sie mich als ihren 4th son adoptiert haben, dann sind sie ja auch Deine Großeltern. Bei jedem Telefonat in den letzten Jahren hat Mum Bassett immer gefragt: „How is my little boy?“ Und sie meinte Dich damit und ich habe dann zuletzt immer gesagt, dass der „little boy“ gar nicht mehr so „little“ ist.

Der Papa Bassett war wirklich ein wunderbarer Mensch. Einer der liebsten und lautersten Menschen, die ich jemals kennen gelernt habe. Er war tief gläubig und man hatte immer das Gefühl, dass er allen Menschen die Gnade Gottes und die Wunder der göttlichen Schöpfung bei Spaziergängen in der Natur, auf seiner Farm, beim gemeinsamen Essen, in der Schule als Schuldirektor und bei den gemeinsamen Reisen zeigen und weitergeben wollte.

Und die beiden, Mum and Dad Bassett, waren immer so lieb miteinander. Ich war jedes Mal ganz gerührt, wenn ich sie getroffen habe.

Zuletzt leider in 2014, als ich zu Thanksgiving für ein paar Tage nach Iowa geflogen bin. Thanksgiving nicht ohne Grund, weil ich unendlich dankbar bin, solche Menschen und insbesondere den Papa Bassett kennen gelernt zu haben und als Teil meines Lebens zu wissen. Ich wäre gerne noch einmal hingefahren und hätte sie gerne noch einmal umarmt. Ich denke jeden Tag an ihn und die beiden. Ich habe deren Foto in meinem Kleiderschrank liegen und jeden Morgen, wenn ich mich umziehe, sehe ich das Bild. Das wird auch so bleiben.

Ich habe Dich sehr lieb! Dein Papa

Benni frisst nicht …

Lieber Matis, weißt Du noch, bei welchen Gelegenheiten Benni sein Futter verweigert hat? Das ist in den letzten zwölf Jahren nur an einer Handvoll von Tagen passiert. Eigentlich nur, wenn er sehr krank war, z.B. damals als er Wasser im Herzen hatte.

Und dann ein paar Mal, als wir ihn nach einem Urlaub aus der Huta wieder abgeholt haben. Irgendwie hatte ich damals immer das Gefühl, dass er dann erst richtig gemerkt hat, dass wir weg waren. Und er war ja dann auch immer etwas seltsam abweisend.

Heute ist wieder so ein Tag. Eigentlich verhält er sich wie gestern und vorgestern. Er liegt im Garten, bellt vor sich hin und schläft viel. Aber an den Tagen vorher hatte er immer riesigen Appetit. Das ist der Unterschied. Heute frisst er kaum. Der Fressnapf mit dem leckeren Dosenfutter steht seit heute Morgen um 8 Uhr fast unangetastest herum. Ich glaube, Benni vermisst Euch.

Ich habe ihm eben den tollen Knochen gegeben, den Du ihm geschenkt hast.

Morgen Abend

Ich werde mich sehr freuen, wenn Du morgen Abend um 19 Uhr dabei sein kannst. Ich würde mich sehr freuen, wenn Deine Mutter Dir diesen Deinen Wunsch ermöglichen und nicht so unwürdig einen (nur in ihrem Kopf existenten) Streit vorschieben würde. In solchen Situationen kann man menschliche Stärke erkennen und Du hast durch Deinen Wunsch schon große Stärke gezeigt; ich bin wirklich sehr froh über Deine Haltung; wenn nur Deine Mutter annähernd so viel Stärke aufbringen könnte.

Ich hab Dich sehr lieb! Dein Papa

Aktuelles von Benito …

Lieber Schinski, ich hoffe, Dir geht es gut. Deine Mama sagte gestern Abend, als ich bei Euch war, dass Du nicht da bist. Hoffentlich verbringst Du mal ein Wochenende bei einem Freund. Das würde mich sehr freuen.

Gestern Abend war ich um 19:00 Uhr beim Tierarzt. Benni geht es nicht gut. Er bewegt sich kaum noch alleine. Ich habe Benni gestern wirklich nur tragen müssen, aus dem haus, ins Auto, aus dem Auto zum Tierarzt und in die Praxis hinein und wieder raus.

Eigentlich hatte ich am Anfang der Woche noch den Eindruck, dass er sein sehr eingeschränktes Leben ein wenig genießt. Er lag auch viel im Garten, ohne zu bellen. Er hat dann sichtlich das schöne Wetter und die Sonne genossen.

Aber am Donnerstag und Freitag wollte er sich gar nicht mehr alleine bewegen. Selbst zum Pinkeln musste man ihn in den Garten tragen.

Gestern hat er vom Tierarzt noch eine Kortisonspritze bekommen. Heute Morgen dann war er wieder etwas fitter. Er ist sogar alleine aufgestanden, in den Garten gegangen und hat gefressen. Da war wieder richtig viel Leben in dem Guten.

Ich freue mich wirklich sehr, dass Du Benni am Montag siehst. Ich glaube auch, dass Benni das ganz begeistert aufnehmen wird. Das war mir sehr wichtig.

Liebe Grüße sendet Dir Dein Papa

Benni geht es wohl nicht gut …

Lieber Matis, man weiß es aber auch nicht so genau. Benni spricht ja immerhin ein wenig mit uns. Wenn er z.B. hungrig ist, kann er uns das mit seiner Zunge verständlich machen. Ähnlich wenn er durstig ist. Wenn er in den Garten will oder in den Wald, um sich zu erleichtern, dann grummelt er. Und es gibt ja noch die ganzen anderen Zeichen, wenn er die (Schlapp-)Ohren spitzt oder wenn er Dich fordernd anschaut. Oder er legt sich auf die Seite, wenn er ruhen will, oder eben ganz gerade, bereit zum Sprung, naja, früher jedenfalls.

Zur Zeit grummelt er viel. Manchmal fiebt er. Dann will er raus. Alleine schafft er das aber nicht mehr. Das Aufstehen klappt kaum noch allein. Meistens muss ich ihm erst hinten hoch helfen und dann liegt er vorne flach wie eine Kutterscholle auf dem Boden, d.h. ich ziehe ihn auch vorne noch hoch. Manchmal ist er danach selbst im Stehen so wackelig, dass er sich sofort wieder auf den Boden fallen lässt. Das bedeutet, die ganze Prozedur geht von vorne los.

Die Schwelle von der Küche zum Garten schafft er meist beim Hinausgehen allein. Oft bleibt er erst davor stehen, fasst Mut und läuft Schritt für Schritt weiter; ich sporne ihn dabei an. Im Garten geht er erst ein wenig bis zu den Sträuchern gegenüber vom Haus, dort pinkelt er, kommt ein paar Schritt zurück und legt sich auf die Wiese vor Dein Baumhaus. Seine Spaziergänge haben eine Länge von ca. 20 Metern, mehr nicht. Auf der Wiese liegend bellt er oft und ausdauernd die Leute an oder auch einfach den Himmel oder den Wald.

Manchmal steht er auf der Wiese alleine auf. Ich nehme an, dass er dort für seine Füße und seine echt wackeligen Beine viel Halt findet, mehr als im Haus. Dann kommt er zurück zur Küchentür, legt sich draußen davor und schaut rüber zu den Jungens von Micks oder er bellt die Leute auf der Straße an.

Wenn ich ihm etwas zu essen hinstelle, meistens drei Mal am Tag, kann es an ganz guten Tagen passieren, dass er selbst aufsteht und frisst. Meistens muss ich ihm aber helfen. Wenn ich den Fressnapf im Haus aufstelle, muss Benni die Schwelle vom Garten in die Küche überwinden; das ist für ihn, anders als der Weg nach draußen, ein riesiges Hindernis. Ohne Hilfe geht das gar nicht. Man sieht förmlich seine verzweifelten Blicke, weil er Angst hat, einen Fuß falsch zu stellen und zu stürzen oder in dem Moment einfach nicht mehr weiß, wie das noch ging. Ich muss ihm dann die Füße anheben und die Schritt für ihn machen, bis er die Schwelle überwunden hat und alleine weitergehen kann. Er schaut mich hinterher immer ganz dankbar an, trottet langsam zum Fressnapf, leert das Ding in einem Zug und schmeißt sich wieder auf den Boden vor der Küchentür oder auf seine „Decke“.

Es ist wirklich schwer zu sagen, ob es dem Benni mit diesem Leben gut geht. Ich weiß nicht, ob er sein Leben so schwierig wahrnimmt, wie ich das sehe. Es ist ja für mich wirklich erbärmlich zu sehen, wie dem großen Hund die Hinterläufe zittern oder wie er einfach hinten einknickt und – platsch – der Länge nach hinfällt. Sein Appetit ist ungebremst, die Verdauung funktioniert hervorragend – wenn nicht die Hinterbeine wegbrechen, während er „seine Geschäfte“ verrichtet.

Ich glaube eigentlich nicht, dass es ihm wirklich gut geht dabei. Er wirkt ja jeden Tag mehr verunsichert und hilflos. Er freut sich zwar immer riesig, wenn ich ihm die Ohren kraule oder das Fell, aber er liegt schon auch viel sehr hilflos herum. Naja, ganz viel schläft er auch.

Ich weiß leider auch nicht wirklich, was ich machen soll. Morgen werde ich hoffentlich noch einmal den Tierarzt befragen können. Dann schreibe ich hier noch einmal mehr.

Bis dahin grüßt Dich lieb Dein Papa

P.s.: Ich habe es Dir nun auf zwei Postkarten am 26.8. und am 9.9., per Whatsapp-Nachricht an Frederik am 9.9., per Email an Deine Mama heute und in diesem Blog früher und heute angeboten, aber noch einmal: Wenn Du Benni sehen willst, werden wir einen Weg finden, um das zu ermöglichen.

P.s.2: Tierarzt Dr. Avenarius hat eben empfohlen, wir sollten noch einmal eine Kortisonspritze probieren. Die kriegt Benni am Freitag. Ich werde berichten.

9/11, Benni (wieder mal) beim Tierarzt und ‚was sonst noch geschah …

Lieber Matis, gestern war ja ein sehr düsterer Gedenktag. Vor zwanzig Jahren fand der Terroranschlag auf das World Trade Center und das Pentagon statt. Ich weiß noch, wie ich damals im Büro saß, an dem Nachmittag, und jemand rief, dass in New York ein grauenhafter Anschlag passiert sei und dass Flugzeuge in die Türme des World Trade Center gesteuert wurden. Ich habe dann sofort versucht, die Nachrichtenseite von CNN aufzurufen. Aber die war schon völlig überlastet. Ich habe dann auf der Internetseite der Tagesschau die deutlich weniger aktuellen Nachrichten abgerufen. Und ich habe auf den Kölner Dom gestarrt und gebetet, dass nicht auch dort ein Flugzeug hereinstürzt.

Ihr habt das bestimmt auch in der Schule besprochen. Die Terroranschläge, der Einmarsch in Afghanistan, die Jagd auf Al Quaida, auch in Deutschland. Hast Du Dich mal gefragt, wie Menschen zu einem solchen Hass fähig sein können, dass sie tausende unschuldiger Menschen töten (auch schuldige Menschen darf man natürlich grundsätzlich nicht töten)? Dazu habe ich ein passendes Bild gefunden (das m.E. auch für viele andere Streitigkeiten passt):

Gesundheitsbulletin von Benni: Ich habe, wie schon geschrieben, die OP verschoben. Da ich nicht weiß, wie sehr Benni nach der OP betreut werden muss, muss ich in der Lage sein, mir dann Urlaub zu nehmen. Das kann ich zur Zeit nicht. Stattdessen habe ich Benni’s Geschwulst noch einmal untersuchen lassen. Ultraschall etc. Sieht aber aktuell ganz gut aus. Was mir Sorgen macht: Benni’s Bewegungsradius wird immer kleiner. Im Garten bewegt er sich noch ganz gut. Aber im Wald legt er sich nach gut 100 Metern meist das erste Mal hin und ruht sich aus. Danach werden die Intervalle, Gehen-Hinlegen/Ausruhen-Gehen, immer kürzer. Er ist wirklich schwach geworden. Allerdings glaube ich, dass er im Garten nach wie vor sein Leben genießt:

Das Fell über dem Geschwulst musste der Tierarzt abrasieren, damit er das richtig untersuchen konnte. Ist übrigens, wie der Tierarzt sagt, für Golden Retriever und Labrador Retriever eine sehr übliche Alterserscheinung.

Was sonst? Hast Du Dir den Wahlkampf ein bisschen angeschaut? Ich hatte ja voe ein paar Wochen mal was zur Klimapolitik geschrieben. Das ist ja eines der dominierenden Themen im Wahlkampf. Hast Du mal geschaut, wie die Parteien das Problem der Digitalisierung lösen wollen? Das halte ich auch für eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Denn da geht es um Infrastruktur (so ähnlich wie Autobahnen, Wasser-, Strom- etc. Versorgung), also etwas, was die Lösung anderer Aufgaben erst ermöglicht und dafür dringend erforderlich ist. Deutschland hat da eine Menge aufzuholen. Datennetze in ländlichen Gebieten, aber auch in der Stadt, Ausstattung von Behörden und Schulen mit IT, Digitalisierung der Ausweise etc. Leider haben sich die bisherigen Regierungsparteien dabei nicht „mit Ruhm bekleckert“. Aber schau doch einfach mal, was die wahlkämpfenden Parteien da so anbieten und überleg doch mal, wen Du wählen würdest, wenn Du jetzt schon wählen könntest.

Noch einmal zu Benni: Ich hatte es Dir ja schon in den Postkarten vom 26.8.2021 und vom 9.9.2021 zu Benni gesagt. Ich habe nun auch Frederik geschrieben, dass ich Benni gerne nach Aachen zu Frederik bringe, wenn Du ihn mal an einem Samstag oder Sonntag dort treffen willst. Wir können das so organisieren, dass Deine Mutter dagegen keine Einwände haben wird (ich meine wegen ihrer Bemühungen, dich radikal abzuschotten) – ich glaube, Du musst selbst entdecken, dass sie damit „Matis gehört allein mir“ aussagt, wenn sie regelt, wen Du sehen darfst und wen nicht, so wie sie 14 Jahre lang den Michael radikal von jeglichen Informationen über Dich ausgeschlossen und überall schlecht gemacht hat.

Also, überleg Dir, ob ich Benni mal nach Aachen bringen soll.

Liebe Grüße von Deinem Papa

P.s.: Ich stelle noch einen Brief von Bernhard Mensen – Du erinnerst Dich an den Freund von Omi und Opi, der Architekt ist – in den Login-Bereich. Den schrieb er neulich, als er den Film „The Father“ mit Anthony Hopkins gesehen hatte. Bernhard beschreibt ein paar sehr bewegende Gespräche mit dem Opi aus dessen letzten Jahren. Ich werde mich freuen, wenn Du das liest.

Omi geht es nicht gut, Tevjes Jungens …

Lieber Matis,

am Wochenende war ich in Nortmoor. Gestern war alles sehr schön. Heute ganz schlimm.

Gestern kam ich am frühen Abend. Die Omi und Lisa waren gerade von der Insel Juist zurückgekommen, wo sie zusammen mit Marie ein paar Tage Urlaub gemacht hatten. Ich hatte Dir das Foto in den Blog eingestellt. Die drei waren ganz happy.

Soweit so gut. Gestern Abend war Omi sehr müde und ging früh schlafen. Ich war mit Benni bei Susanne und Meinolf und Lisa und Moritz. Da waren natürlich die Welpen von Tevje. Die sind echt süß. Und zwei haben gleich angefangen, mit Benni zu spielen und Benni hat alles mit sich machen lassen. Ein toller Hundeopa ist der Benni. Bilder bekomme ich noch.

Naja, heute Morgen war alles nicht mehr so schön. Beim Frühstück mit Omi merkte ich plötzlich, dass sie ihre Sätze nicht vervollständigen konnte und ihr die einfachsten Wörter nicht mehr einfielen. Sie atmete schwer und sie fühlte sich nicht gut. Erst hat sie sich noch einmal ins Bett gelegt. Dann sind wir mit ihr zum Krankenhaus gefahren. Aber wir wissen immer noch nicht, was jetzt wirklich passiert ist. Morgen wird sie weiter untersucht. Ich hoffe, dass es nichts Schlimmes ist.

Soweit erst einmal der Bericht vom Wochenende. Wegen der vielen Staus und wiel ich so spät weggekommen bin, ist es jetzt schon 11 Uhr und ich muss ins Bett.

Es grüßt Dich ganz lieb Dein Papa

Wie war die erste Woche Schule nach den Ferien?

Lieber Matis, wie war’s in der ersten Woche nach den Ferien und jetzt in der Oberstufe? Jetzt seid ihr die Großen.

Ich hoffe, Du bist mit Deinem Stundenplan zufrieden. Es würde mich natürlich schon interessieren, welche Fächer Du gewählt hast. In der EF hat man noch keine Leistungskurse, oder? Aber man muss ja schon einige Wahlen treffen. Ich habe auf der Bilingo–Internetseite mal geschaut, was so angeboten wird. Deine Technik-Lehrerin war ja am 1.7. bei der Zeugnisübergabe so begeistert von Dir. Ich nehme deshalb an, dass Du Physik gewählt hast. Auch Chemie? Und hast Du jetzt Spanisch- oder Italienisch-Unterricht? Interessieren würde mich natürlich auch, ob Du Philosophie oder Religion gewählt hast? Und was ist mit der bilingualen Ausrichtung, machst Du das weiter, Geschichte mit der netten Frau Müller? Oder eher Erdkunde?

Bei mir war die Woche relativ normal. Außer der Freitag. Da war ich von einem Mandanten zum Strategiemeeting des Unternehmens eingeladen worden. Wir haben uns ganz weit weg von allem in Burgbrohl (Eifel bei Maria Laach) in der Burg getroffen. Das war wirklich ein sehr schönes Hotel und der Austausch bis Samstag zum späteren Nachmittag hat viel Spaß gemacht.

Danach bin ich dann schnell nach Hause gefahren und abends noch zum Rursee. Ich habe nämlich zur Zeit „Stegdienst“ im Bootsverein. Du erinnerst Dich sicherlich, dass die Stege immer dem Wasserspiegel des Rursees angepasst werden müssen. Da der Wasserstand zur Zeit ca. 1 Meter in der Woche fällt, musste ich gestern Abend noch einmal nachschauen. Aber ich habe das genossen. Du weißt ja wie schön und friedlich der Rursee gerade abends ist. Wasserkaempfer im Abendlicht:

Von den „Leeranern“ hatte ich Dir ja geschrieben, dass die Tevje vor fast 4 Wochen Welpen bekommen hat. Die sind wohl jetzt schon seit ein paar Tagen ganz agil und laufen umher. Das macht vermutlich ordentlich Arbeit. Hier hält Lisa eines auf dem Schoß:

Außerdem hat Jonas in der letzten Woche gemeldet, dass er nun ein Auto hat:

Schick, nicht wahr? Ich glaube, es geht ihm richtig gut. Ich freue mich sehr darüber.

Am letzten Wochenende ist die Omi mit Lisa und Marie für eine Woche auf die Insel Juist gefahren (in Niedersachsen sind jetzt noch Schulferien). Das haben die drei im letzten Jahr schon einmal gemacht. Sind sie nicht süß, die drei?

Benni geht es wieder richtig gut, glaube ich. Er hat keinen Durchfall mehr und das Aufstehen klappt eigentlich auch ganz gut. Und das, obwohl ich das Kortison und das Schmerzmittel abgesetzt habe. Morgen kriegt er wieder eine neue Librela-Spritze, denn das scheint ihm gut zu helfen. Dann erfahre ich auch, was die Blutuntersuchung und die Kotuntersuchung in der letzten Woche ergeben hat. Zur Zeit bin ich eigentlich wieder ganz zuversichtlich, dass der alte Herr noch viele Monate vor sich hat. Habe mir in der letzten Woche ein Buch für Hundesenioren gekauft (etwas spät, zugegeben):

Ich wünsche Dir eine schöne Woche! Liebe Grüße von Deinem Papa

Zweite Woche nach dem Urlaub, kurz vor dem Ende der Sommerferien …

Lieber Matis, ich hoffe, es geht Dir sehr gut und Du hast schöne Sommerferien verbracht. In drei Tagen geht die Schule wieder los für Dich; die Oberstufe bringt für Dich sicherlich einige Neuerungen mit sich, auf die Du Dich bestimmt freust.

Ich hatte Dir in der vorletzten Woche einen Brief zu Benni geschrieben und hier im Block auf eine Nachricht, ob Benni am 18.8. zu Euch kommen soll. Deine Mama meint ja (hat sie mir gestern Abend in einer Email geschrieben), dass er besser im Lärchenweg bleiben soll, weil er die Eingangstreppe in der Raschdorffstraße möglicherweise nicht mehr bewältigen kann. Das glaube ich auch. Ich nehme an, dass Ihr darüber gesprochen habt.

Hier nochmal „Benni op der Jass“. Das war im Urlaub. Eigentlich ging es ihm hinterher ganz gut. Er hatte nur anfangs viel Durchfall. Während der Rückfahrt trat das dann wieder auf. Jetzt scheint es ihm, auch dank Behandlung durch die Tierärzte, wieder ganz gut zu gehen. Er läuft natürlich keine großen Strecken mehr, aber seine Entdeckungsfreude ist nach wie vor groß und er frisst mit großem Appetit. Benni ist halt ein echter Senior. In Frankreich habe ich den Leuten, die uns so auf der Gasse sitzen sahen, immer gesagt, er sei ein „Grand Seigneur“. Da haben immer alle gelacht. Heute habe ich mir noch ein Büchlein „Hunde im Alter“ bestellt. Ich glaube, dass Benni trotz seiner Beschränkungen dennoch eine schöne Zeit haben kann. Er liegt viel im Garten und schläft viel. Aber kleine Ballspiele kriegen wir noch hin und die kurzen Spaziergänge genießt er – und ich auch.

Gestern Abend, als ich vom Rursee zurückkam (Segeln und danach echt schönes Schwimmen), ist Benni (vor Freude!) richtig getrabt als es in den Wald ging.

Wir könnten überlegen, ob ich Euch Benni einfach mal für ein Wochenende gebe, wenn ihr nach Aachen zur Oma fahrt, wo ja alles ohne (große) Treppen zu erreichen ist. Ich kann Dir auch mal Benni für einen Spaziergang vorbeibringen. Das würde ihm bestimmt sehr gut gefallen. Du kannst natürlich auch Benni jederzeit hier abholen und mit ihm spazieren gehen.

Ich wünsche Dir jetzt erst einmal noch zwei schöne Ferientage und dann einen prima Start in das neue Schuljahr! Liebe Grüße von Deinem Papa

Erste Woche nach dem Urlaub …

Lieber Matis, jetzt liegt mein Urlaub schon 5 Tage zurück. Naja, der Alltag hat mich wieder – fast. Benni hält mich ziemlich auf Trab.

Hast Du meinen Brief zu Benni erhalten?

Heute war ich zum zweiten Mal in dieser Woche mit ihm beim Tierarzt. Er wirkt ziemlich schlapp. Am Anfang der Woche war ich ja ziemlich besorgt, weil er schon wieder Durchfall hatte. Dann hat der Arzt ihn getestet, Blut abgenommen und mit Ultraschall den Bauch abgesucht, aber nichts gefunden, außer dass Benni (geringfügig) zu wenige rote Blutkörperchen hat. Das führt natürlich auch dazu, dass man sich schlapp fühlt. Wegen des Durchfalls hat er zwei Spritzen und noch zusätzlich Tabletten bekommen. Und ich muss ihn jetzt 4-5 Mal am Tag mit Reis und Hühnerfleisch füttern. Das schmeckt ihm prima und es sieht richtig gut aus, wie er das schnell wegschlabbert. Aber dann schläft er ganz viel und oft will er zum Spazierengehen nicht aufstehen. Heute war ich wieder beim Arzt. Das Blutbild hat sich aber nicht verändert, nicht besser, nicht schlechter geworden. Was er genau hat, weiß ich aber auch noch nicht.

Immerhin habe ich eben mit ihm ein bisschen im Garten mit dem Ball spielen können und er ist (sehr langsam) hinter dem Ball hergelaufen.

Jetzt ist erst einmal Wochenende. Ich muss mich um das Boot auf dem Rursee kümmern – hoffentlich ist es nicht durch das Hochwasser beschädigt worden. Und dann werde ich mich um Benni kümmern.

Aus dem Urlaub, das noch dazu, habe ich Dir zwei kleine Sachen mitgebracht.

Den Stein habe ich auf dem Markt in Sanary gekauft. Früher mochtest Du ja solche Steine sehr gerne. Das Armbändchen habe ich in einem Geschäft in Sanary gekauft, nachdem ich gesehen habe, dass sehr viele Jugendliche (vor allem Jungen) in Deinem Alter dort solch ein Armband mit einer Muschel trugen. Vielleicht findest Du das schön und vielleicht schaffen wir es, das Dir irgendwie zukommen zu lassen.

Es grüßt Dich ganz lieb zum Wochenende Dein Papa