Du hast das Datum sicherlich irgendwie im Kopf. Marie und Moritz sind heute 18 geworden. Sie haben ein bisschen gefeiert (war die Ankündigung), soweit man das unter den aktuellen Bedingungen darf. Genaues habe ich natürlich noch nicht erfahren. Hier ein Foto von heute:
Dies ist etwas älter:
Da sind die beiden bei der Feier von Omis Geburtstag im letzten November.
Wenn Du Moritz oder Marie anrufen oder ihnen eine Nachricht schreiben willst, hier ihre Handynummern: Moritz: 015733972926, Marie: 01639859695.
Die beiden würden sich sicherlich sehr freuen. Hier noch ein paar Bilder von den beiden.
Du hast vielleicht schon den Beitrag vom Wochenende vermisst. Am Sonntag war ich unterwegs. Alleine mit meiner Kamera. Und abends als ich nach Haus kam, gab es ja den Stromausfall.
Ich war in Hellenthal, an der Greifvogelstation. Es war leider ein bisschen voll. Ich habe mich natürlich gefragt, ob Du dafür auch Enthusiasmus aufbringen könntest, so wie Du als kleiner Junge von 10 Jahren echt begeistert warst von den Adlern, Geiern und anderen Raubvögeln; das war das Größte für Dich. Zugegeben, es gab eher kleinere Kinder dort, nur sehr wenige in Deinem Alter. Vermutlich musst Du erst so alt werden wie ich, bis Du das wieder richtig toll findest :-).
Trotzdem zeige ich Dir ein paar Bilder, von denen ich meine, dass sie ganz passabel geworden sind:
Jedenfalls entschwebt man ganz schön dem Alltag, wenn man den großen Jungs so beim Fliegen zusieht. Echt imposant.
Ich hoffe, Du hattest auch ein schönes Wochenende. Mich hat der Alltag längst wieder eingeholt. Morgen muss ich einen Vortrag halten beim Einzelhandelsinstitut in Köln.
Ich wünsch Dir eine schöne Woche, was immer Sie Dir bringen mag. Ich denk an Dich. Liebe Grüße sendet Dir Dein Papa
ich komme gerade nach Hause, naja, vor 15 Minuten. Ich habe schnell zwei Brote gegessen, das leckere Mühlenbrot aus dem Temma. Es ist jetzt 10 nach 9 Uhr. Nach der Arbeit habe ich noch mit den Kollegen ein paar Bierchen getrunken. In der Kanzlei gibt es eine Bar, die heißt „Bickendorfer Büdchen“ nach dem Karnevalslied, und man trifft sich freitags abends dort noch zum „Absacker“. Sehr nett. Da ist übrigens auch ein Kicker; aber ich habe nicht mitgespielt: ich habe gesagt, dass ich soviel Kicker mit meinem Sohn Matis trainiert habe, dass es unfair wäre, wenn sie jetzt alle gegen mich verlieren müssten :-).
Dein Papa hat Dich lieb!
P.s.: Hast Du heute die Karte von Chewie (mit Anton von Micks spielend) bekommen? Unten abgebildet.
während ich dies schreibe, sitzt Du wahrscheinlich im Bus zurück nach Köln, bist vermutlich hoch zufrieden mit Dir und der Welt und glücklich über die tollen Erlebnisse auf der Piste.
Vor drei Jahren, ungefähr eine Woche früher, am 26.1.2019, kamst Du auch zurück. Wir mussten samstags abends unendlich lange warten, weil Euer Bus in mehrere Staus gekommen war. Die letzten Nachrichten von Dir aus dem Bus – ich habe sie immer noch („Wir kommen um ungefähr 11 Uhr an“, „Verspätung“, „Und ich habe 9 protzent auf dem handy“, „Bin jetzt offline“, „Ich habe eine Überraschung für euch“, „Offline“).
Die Überraschung ist mir noch gut in Erinnerung : Du brachtest damals eine große Flasche Almdudler für Deine Mama und Deinen Papa mit. Die hattest Du von Deinem Taschengeld für uns gekauft. Ich war total gerührt und glücklich darüber, dass Du uns etwas mitgebracht hattest.
Ich schreibe Dir in der nächsten Woche noch einen Brief. Jetzt komm erst mal gut zurück.
Ich hab Dich lieb! Dein Papa
P.s.: Habe eben ein paar Fotos aus Engelberg, 2016, gefunden:
Lieber Schinski, just another week in January, oder gab’s was Besonderes?
Du hast bestimmt in der letzten Woche die letzten Klausuren vor den Halbjahrszeugnissen zurückbekommen. Alles so, wie Du Dir das vorgestellt hast? Wie ist es für Dich in Physik gelaufen im letzten Halbjahr? Das ist doch bestimmt Deine „Paradedisziplin“. Das war übrigens bei mir in meinem Austauschjahr in den USA auch so, in Mathe und Physik war ich ganz ok. Vorher in Deutschland fand ich Physik damals nicht so interessant. In der Oberstufe hatte ich nach meiner Erinnerung gar kein Physik mehr.
Speaking of Tech. Am Donnerstag habe ich online an dem Cologne FinTech Meetup teilgenommen. Das war ganz spannend. Natürlich wieder viel Krypto und was sich da alles tut, also der Einmarsch der neuen Strukturen in die etablierte Bankenwelt. Das läuft auch unter dem Begriff „DeFi“, heißt Decentralized Finance und bedeutet nichts weniger als dass man zukünftig eigentlich auf die Banken u.a. wird verzichten können, wenn über die Distributed Ledger Technology (DLT) sichergestellt ist, dass potentiell jeder Teilnehmer die gesamte Blockchain auf seinem Rechner hat und Transaktionen validieren kann. Naja.
Und von Super-Apps war die Rede. Das ist ein neuer Begriff für etwas, das es schon länger gibt: Beispielsweise die WeChat-App aus China von Tencent. Damit kann man nämlich nicht nur nach Art von Whatsapp einen Chat abwickeln, sondern man hat darin auch gleich ein Kartensystem wie GoogleMaps, mit Navigation, diverse Online-Shops, ein Zahlsystem wie ApplePay namens WeChat-Pay und vieles mehr. Also, der Chinese, der es nutzt, muss potentiell an einem 24-Stunden-Tag sein Smartphone nur zum Schlafen und zum Essen weglegen, alles Andere erledigt WeChat für ihn – das ist, glaube ich, der waghalsige Wunsch, der dahintersteckt. In Indien gibt es etwas Ähnliches.
Sonst so? Jetzt ist wieder mal eins von diesen Wochenenden. Ein bisschen trübe das Wetter. Lädt zu langem Zeitunglesen morgens im Bett ein, oder? Finde ich jedenfalls. Eben war ich in der Kirche. Der Pfarrer hat über die Hybris der Macht gepredigt und wie das auch in der Kirche zu schlimmen Folgen geführt hat und dass hoffentlich der in der nächsten Woche zur Abstimmung anstehende „Synodale Weg“ einen Ausweg bringt. Hoffentlich!
Lieber Mats, ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und eine erfolgreiche nächste Woche. Liebe Grüße sendet Dir Dein Papa
Eben hat mein iphone zwei Fotos von Dir auf dem Newsbildschirm gezeigt:
Ich lese zur Zeit den neuesten Roman von Jonathan Franzen mit dem Titel Crossroads. In dem Kapitel, das ich heute Nachmittag gelesen habe, schilderte ein junger Student, Clem (das steht für Clemens), weshalb er soeben die Beziehung zu seiner Freundin abgebrochen habe. Er kam dabei auch auf das Verhältnis zu seinem Vater zu sprechen und meinte, dass es gerade die Opposition zu seinem Vater sei, die Ihnen zu dieser Entscheidung gebracht habe.
Ich musste natürlich unwillkürlich an meinen Vater denken und wie meine innerliche Auseinandersetzung mit seinen Überzeugungen, mit seinem Verhalten und mit seiner Person meine eigenen Entscheidungen beeinflusst haben. Das ist natürlich hoch komplex und lässt sich nicht so gut in ein paar Worten zusammenfassen. Du weißt ja noch, dass der Opa ein sehr lieber Mensch war, dass er viele Freunde hatte und im Kreis seiner Familie und Freunde sehr beliebt war und auch von vielen großes Vertrauen genoss. Als Kind in der Grundschule und später bis zum Abitur war ich immer sehr stolz darauf, wenn ich mit dem Opa zusammen samstags den Garten bearbeitet hatte und wir beide abends bei Einbruch der Dunkelheit rechtschaffen müde waren und einen toll gepflegten Garten betrachteten. Aber es gab auch viele Dinge, die mir nicht so gut gefielen. Klar ist auch, dass ich später sicherlich nicht alles von ihm übernommen habe, sondern häufig beschlossen habe, mich möglicherweise genau anders zu verhalten. Ich habe mir auch zum Beispiel vorgenommen, das Verhältnis zu deiner Mutter deutlich besser zu gestalten als das Verhältnis meiner Eltern untereinander; leider ist das nur anfangs gelungen, später zunehmend nicht mehr. Diese Auseinandersetzung mit den Überzeugungen, dem Verhalten, dem Sein der Eltern findet, das ist ganz natürlich, von einer Generation zur anderen statt.
Die Erkenntnis bleibt: unsere Eltern (auch dein Papa und deine Mama) waren/sind keine Engel. Sie hatten/haben ihre Stärken, für die wir sie sehr geschätzt haben/schätzen, und es gab/gibt auch Schwächen. Damit müssen wir uns auseinandersetzen. Das nennt man Ambivalenz.
Lieber Schinski, ich werde mich sehr freuen, wenn wir bald einmal über dieses Thema sprechen können und ich deine Überlegungen dazu erfahren werde.
fährst Du am 29. Januar mit Deiner Schule in die Ski-Freizeit? Oder fällt das aus wegen Corona? Ich würde Dir ja das Ski-Fahren gönnen, aber die Corona-Themen sind nicht zu vernachlässigen. In Österreich und der Schweiz sind die Zahlen auch hoch.
Ich habe eben in der Kanzlei die Mitfahrt abgesagt. Es waren ohnehin nur noch wenige Kollegen übrig, die mitfahren. Aber mir ist das zu riskant. Besonders wenn man auf Restaurants für die Verpflegung angewiesen ist. Das wäre ja für Euch vielleicht anders, wenn ihr alle zusammen in einer Jugendherberge oder ähnlich wohnt und Eurer Essen selbst herstellt.
Vielleicht klappt es ja für Dich. Ich würde mich für Dich freuen.
Noch etwas: Gestern habe ich auf der Heimfahrt im Deutschlandfunk eine sehr schöne Sendung über die h-Moll-Sonate von Franz Liszt gehört. Ich kriege immer wieder Gänsehaut, wenn ich dieses gewaltige Stück höre. Ich kann mich noch an die ersten Male während der Schulzeit erinnern, als wir echt oft eine bestimmte Aufnahme mit Vladimir Horowitz am Klavier anhörten. In der Sendung gestern erläuterte die Pianistin Sophie Pacini erst ein wenig ihre Interpretation der h-Moll-Sonate als musikalische Vertonung der wesentlichen Motive des Faust von Goethe. Hast Du Dir schon einmal diese gewaltige Eröffnung angehört? Oder das Fugato danach, das fast alle Pianisten dieser Welt vor eine gewaltige Probe stellt? Ich habe Dir mal den Link zu einem Youtube-Video angehängt (das Einbetten hat irgendwie nicht funktioniert, vermutlich ist das Video nicht zum Einbetten freigegeben).
willst Du wissen, wo ich mich in der letzten Woche rumgetrieben habe? An der Nordsee, naja, in der Nähe. Gerade bin ich zurückgekommen. Deshalb schreibe ich auch jetzt erst und nicht schon gestern oder am Freitag.
Schön? Ja, es war sehr schön und kalt und rau. Kein sonniger, weißer Ski-Urlaub. Aber ein hübsches Stückchen Land und Meer. Am Tag nach diesem Foto in Sankt Peter-Ording gab es an der Stelle eine kleine Sturmflut; ich war aber schon nicht mehr in der Nähe.
Sieben Tage im Hinterland in Schleswig-Holstein an dem kleinen Flüsschen Eider Lesen, Kochen, Wandern, Spiele, Fernsehen. Nichts Besonderes, aber sehr nett. Für Dich war übrigens, wie immer, auch ein Zimmer frei.
So sah es in der Nähe des Häuschens aus.
Ein Foto, das Dich auch besonders interessieren dürfte, habe ich gestern bei einer Wanderung am Meer in Husum gemacht. Ein außergewöhnlich klarer Halbmond:
Morgen geht für Dich auch die Schule wieder los. Ich wünsche Dir einen guten Start und einen guten Endspurt für das 1. Halbjahr in der Oberstufe.
Dieses Foto hat sein Freund Bernhard Mensen von ihm gemacht. Die beiden hatten an dem Tag gemeinsam das Kloster Gerleve besucht, ein Ort, wo mein Papa, der Opa, sich immer besonders wohl fühlte. Du erinnerst Dich sicherlich, dass dieses Foto auch am Altar stand, bei der Beerdigung von dem Opa. Es ist schon ziemlich symbolisch, denn im Hintergrund sieht man die Eingangspforte zur Basilika von Kloster Gerleve und darüber Christus Salvator oder das jüngste Gericht (wie üblich über einem Kirchenportal).
Ist nun schon ganz schön lange her. Aber ich muss sehr oft an ihn denken. Die Zeit der Umsiedlung nach Nortmoor oder die Zeit davor, als der Opa in Pension ging.
Wie hast Du den Opa in Erinnerung? Das Bild haben wir in 2016 gemacht. Das habe ich in meinem Arbeitszimmer hängen.
Ich hoffe, Du hast schöne Ferien. Liebe Grüße sendet Dir Dein Papa
Lieber Schinski, hoffentlich hattest Du eine schöne Sylvesterfeier. Ich habe gestern auch beim Raclette-Essen an Dich denken müssen; das ist/war auch eines Deiner Lieblingsessen.
Ich habe dann überlegt, wie Du wohl Sylvester gefeiert hast. Vielleicht zuhause mit einem guten Essen (Raclette?) und ein paar Filmen?
Gestern erreichte mich noch ein kleines Päckchen aus den USA. Es kam von der ältesten Bassett-Tochter, Sandi. Sie schickte drei CDs und einen langen Brief. Die CDs beinhalten Tondokumente, die der Sohn von Sandi, Nathan, aufgezeichnet hat. Eine CD ist die gesprochene Geschichte der Bassett-Family, beginnend 1621, von Papa Bassett. Die beiden anderen CDs sind die persönlichen, von ihr gesprochenen Erinnerungen von Mum Bassett an ihrer Kindheit, High School und ihre ersten Jahre auf der Farm.
Ich habe noch nicht hereinhören können, weil ich noch keinen entsprechenden Media-Player gefunden habe. Aber das wird mir schon noch gelingen. Vielleicht in der nächsten Woche, wenn ich etwas mehr Zeit habe.
Es steht nun eine Woche Urlaub an. Nichts Besonderes. Nur ein paar Tage oben im Norden an der Nordseeküste. Ich habe einen Stapel Bücher eingepackt und vielleicht nehme ich auch mein Rennrad mit. Einfach nur ein bisschen entspannen.
Was machst Du in der nächsten Woche?
Liebe Grüße zum Jahresbeginn schickt Dir Dein Papa