Schon wieder Montag

Lieber Matis,

heute schon wieder Schule. War es schwer? Vielleicht heute Morgen, oder? Dann bist du sicherlich wieder in deine Schule eingetaucht und hast dich gefreut, deinen Freunde und anderen Mitschüler wieder zu sehen, richtig?

Wie waren die Herbstferien, haben heute sicher alle gefragt. Ich würde es natürlich auch gerne wissen. Hast du eine Reise gemacht? Vermutlich. Warst du weit weg? Italien, Griechenland, Israel? Naja, in Israel waren wir nicht in den Herbstferien zusammen. Aber es würde sich für die Herbstferien sicherlich anbieten.

Letzte Woche wurden mir im ipad Bilder von Rom angezeigt. Das liegt jetzt 7 Jahre zurück. Damals warst du 10 und hattest deinem Lateinlehrer angeboten, eine Reportage per Video über das Kollosseum zum machen. Ziemlich cool, der Matis-Reporter. Ich weiß noch, wie es erst den Speicher deiner Kamera und dann den von meinem Laptop gesprengt hat, alles voll. Deine Filme von Rom waren übrigens noch auf meinem Kanzlei-Laptop von Osborne Clarke, als ich ihn zum Wechsel im August 2018 abgegeben habe; da hat mir einer von den hilfreichen IT-Kollegen die Filme auf eine mobile Festplatte gezogen. Die folgenden Bilder habe ich gemacht.

Bei mir gabs in der letzten Woche nichts Besonderes. Die Mädels und Jungens aus Leer (genauer Nortmoor), also Lisa, Jonas, Marie und Moritz, sind alle zusammen nach Texel gefahren, ohne Eltern, versteht sich. Die haben alle einen Führerschein. Sie verbringen da jetzt ein paar Tage zusammen. Lisas neuer Hund Theo und Maries Hund sind auch dabei. Naja, sie hätten dich vielleicht mitgenommen, wenn du gewollt hättest.

Heute Abend, als ich gegen 9 Uhr die 20 Uhr-Nachrichten aus der Mediathek im ipad anschauen wollte, wurde mir dieses Foto angezeigt:

Das war vor 6 Jahren, im Oktober 2016, bei dem All-you-can-eat-Chinesen in Holtland, kurz nachdem wir dort den Opa besucht hatten. Du machst jedenfalls einen ziemlich zufriedenen Eindruck. Ich hoffe, es geht dir gut. Liebe Grüße sendet dir dein Papa

Schon richtig Herbst

Lieber Matis,

was machst du eigentlich so, bei diesem Wetter? Eigentlich ist es ja ganz gemütlich draußen. Die Blätter verfärben sich, einige fallen schon. Aber die Temperaturen sind noch richtig gemäßigt, angenehm. Als wir noch in der Krieler Straße wohnten, in dem Herbst, das muss also 2007 gewesen sein, du warst 2 Jahre alt, da haben wir bei solch einem Wetter im Park eine „Blätterschlacht“ gemacht. Wir haben einfach mit den Blätterhaufen geworfen. Das war echt lustig und du hattest damals als kleines Kind ein tolles, ansteckendes und durchdringendes Lachen. Das hat noch mehr Laune zur „Blätterschlacht“ gemacht. Wirklich genial.

Ich habe dir noch nicht erzählt, dass mein Sportgerät kaputt gegangen ist. Ich hatte Anfang August einen Unfall mit dem Rennrad. Ich bin von einem Auto angefahren worden. Mir ist eigentlich nicht passiert, aber ich bin auf mein Rad gefallen und das auf die Straße gestoßen. Die Untersuchung bei Radfieber hat ergeben, dass das Fahrrad eigentlich nicht mehr gefahren werden, weil der Rahmen für das Auge unsichtbare Brüche aufweist. Jetzt kämpfe ich gerade mit der Versicherung von der Autofahrerin, dass sie mir das Rad ersetzt. Jedenfalls habe ich aktuell kein Rennrad. Sonst wäre ich sicherlich gestern gefahren; das Wetter war ja genial.

Heute Morgen habe ich mit einem alten Mandanten von mir gesprochen. Ich habe ihn privat angerufen. Denn er ist schon pensioniert und hat aus seinem Vermögen eine Stiftung gegründet, mit der er in Afrika Schulen und Krankenhäuser baut. Ich habe ihn mal gefragt, ob jemand wie du, wenn du in gut eineinhalb Jahren dein Abitur hast, danach vielleicht mal eine freiwilliges soziales Jahr in einer seiner Einrichtungen absolvieren kann. Vielleicht fändest du das schön. Er meinte, dass er sich das durchaus vorstellen kann. Z.B. gibt es in Nigeria eine Schule, die die Stiftung betreibt. Die Lehrer können dort durchaus Unterstützung gebrauchen und würden sich sehr freuen. (Die Bilder sind nicht von ihm, aber sie illustrieren, was ich meine.)

Hättest du dazu Lust. Ein Enkel von den Bassetts hat das auch damals nach seinem Biologie-Studium gemacht. Er war zwei Jahre in Togo. Es fand es sehr anstrengend, aber er kam damals ganz begeistert zurück (auf dem Rückweg in die USA hatte er einen Zwischenstop in Deutschland und hat mich besucht). Ich glaube, dass man durch ein solches Erlebnis sehr bereichert wird. Und eines ist sicher: Du hättest auf einen Schlag vierzig kleine Fans.

Denk mal drüber nach!

Liebe Grüße sendet dir dein Papa

Die Herbstferien beginnen

Lieber Matis,

hast du das in der letzten Woche gesehen?

Die Leute bei der Nasa haben den Weltraum manipuliert!

Das ist wohl sensationell. Die haben einen Asteroiden aus seiner Umlaufbahn gestoßen, die offenbar – ohne Änderung – in ein paar Jahren eine Kollision mit der Erde bedeutet hätte. Wenn du es nicht gesehen hast, hier die Bilder:

Wenn du es nicht hier anklicken kannst, müsstest du das Video einfach auf YouTube aufrufen.

Dies ist der Beitrag in einer Tageszeitung dazu:

Bennis Jahresgedächtnis

Wie ist es dir in der letzten Woche ergangen? Hast du am Donnerstag an Benni gedacht? Bestimmt. Du hast ja ein so gutes Gedächtnis. Hier war er gerade 3 Jahre alt, Kärnten 2012 – so sieht Retriever-Heaven aus:

Ich vermisse ihn schon sehr. Als ich am Donnerstag abends (spät) nach Hause kam, bin ich erst einmal eine Benni-Runde gegangen und habe mich dabei an ihn erinnert. Das war sehr schön, aber auch sehr traurig.

Herbstferien

Was machst du in den Herbstferien? Bist du weggefahren? Nach Belgien an die Nordsee?

Ich werde nicht wegfahren können. Ich muss noch die neue Auflage des Kommentars zum ZAG fertigstellen. Du weißt ja, das ist dieses orange Buch, das ich immer in meinem Arbeitszimmer stehen hatte. In der letzten Auflage hatte es 1.110 Seiten. Das ist für meine Arbeit sehr wichtig, weil es viele lesen und dann bei mir anrufen, um beraten zu werden. Also mein Marketing für meine Tätigkeit. Zugegeben, ich muss viel Zeit in dieses Buch reininvestieren. Aber es lohnt sich. Dadurch bin ich sehr bekannt geworden. Das sichert mein Einkommen. Das kommt und kam dir ja auch zugute.

Mir macht es Spaß, dieses sogenannte wissenschaftliche Arbeiten. Ich werde im November dazu zwei Vorträge halten, einen bei der Schweizer Finanzaufsichtsbehörde, die mich dazu eingeladen hat.

Heute am Sonntag habe ich ein bisschen dran gearbeitet und auch einen Apfelkuchen aus unseren Äpfeln gebacken. Hier ein paar Bilder:

Der Opa hätte gesagt, „da kannste ‚du‘ zu sagen“. Das hat er immer gesagt, wenn ihm beim Kochen etwas gut gelungen ist. Lieber Matis, wenn du in Köln bist, komm vorbei. Es gibt noch ein paar Stücke.

Ansonsten wünsch ich dir schöne Ferien! Wo auch immer du bist.

Liebe Grüße sendet dir dein Papa

P.s.: Hast du mal deinen Kontostand angeschaut? Da müsste jetzt genug Geld darauf sein, dass du dir den Führerschein davon bezahlen kannst. LG P.

Oktoberfest und Hundetag

Lieber Matis,

ich habs wieder getan. Am Freitag war ich auf dem Oktoberfest. Mit eine zünftige Lederhos’n. Nett wars. Hab ich mir auch redlich verdient, denn ich musste mittags erst einmal bei einer Konferenz einen Vortrag halten und von denen bin ich dann abends zum Oktoberfest eingeladen worden.

Witzig fand ich, dass die Hälfte der Besucher in dem Zelt vom Hofbräuhaus in deinem Alter war.

Kannst du dir vorstellen, auf das Oktoberfest zu gehen? Naja, du wohnst ja auch nicht in München und Umgebung. Vielleicht würdest du dann auch eher auf eines der lokalen Oktoberfeste gehen und nicht auf die Theresienwiese. Das Münchner Oktoberfest ist nämlich schon echt riesig groß. Ich war natürlich geschäftlich da. Aber die Leute, mit denen ich dort war, waren echt nett.

Die Lederhose kennst du ja. Kannst du dich noch an unsere Fahrt zum Tegernsee erinnern? Mit den Stockmännern. Als Benni aus dem Bierkrug Wasser gesoffen hat. (Foto liefere ich nach) Ich glaube, das war 2013 und du warst 8 Jahre alt.

Am Wochenende waren wir in Leer. Susanne hatte ja am 19.9. Geburtstag und sie hat zum Brunch eingeladen. Gleichzeitig wollte sie den Geburtstag der Welpen von Tevje feiern. Die sind alle am 25./26.7.2021 geboren und sie hat alle Besitzer für heute Nachmittag zum Kaffee eingeladen. Hier sind Tevje (die Mama), Tebbe (von Susanne) und Chewi (unserer) zu sehen, allerdings noch beim morgendlichen Ausflug zum Kolk (der See im Acker in Nortmoor, den kennst du auch).

Der Chewi ist der unruhige Geist, der ist immer rauf und runter gesprungen vom Heuballen. Und beinahe wäre er heute mal ein bisschen geschwommen. Er hat sich jedenfalls echt weit ins Wasser reingetraut, um das Stöckchen zu holen.

Soweit der Bericht vom Wochenende und der letzten Woche. Ich wünsch dir eine schöne letzte Schulwoche vor den Herbstferien. Bestimmt stehen bei dir ein oder zwei Klausuren an, die noch vor den Ferien zu erledigen sind. Ich drücke dir die Daumen.

Liebe Grüße sendet dir dein Papa

P.s.: Nachricht auch im Login-Bereich.

Apfelernte

Lieber Matis,

ein schönes September-Wochenende geht zuende? Naja, war ein bisschen viel Regen, oder? Ich sitze hier gerade und höre Beethoven Klavier-Sonaten, gerade läuft die Nr. 8 in C-Moll mit dem Titel „Pathetique“. Eine meiner Lieblingsklaviersonaten. Nicht so deins? Ja, richtig. Oder vielleicht, doch? Ich glaube, es würde dir auch gefallen. Hat dir jedenfalls mal gefallen. Kannst ja mal reinhören.

Also, gestern war Apfelernte. Ich habe fast alle Äpfel gepflückt, die an dem Baum vor dem Haus hingen. Das war die Ausbeute, plus eine weitere Schüssel. Naja, ein paar habe ich schon gefuttert und die Äpfel mit Wurm drin oder mit Delle habe ich gekocht. Selbstgemachtes Apfelmus mit Vanillezucker und Zimt, wie bei der Omi früher. Habe ich dann eingefroren.

Natürlich habe ich die ganze Zeit gedacht, dass ich Euch einen Teil rüberbringen könnte. Würde ich sicherlich auch. Aber erstens muss ich dann befürchten, dass du dann irrational reagierst und dich verfolgt fühlst (meine Erinnerung an den 28. Juni). Und zweitens möchte ich ungern, dass deine Mama die Äpfel gleich in die Mülltonne befördert. Also, lassen wir das. Du kannst dir welche holen, wenn du das willst. Die Tür steht dir offen. Ich bring sie euch auch, wenn du oder deine Mama mir eine Nachricht zukommen lasst. So ist es wohl sinnvoller.

Anne Mick, der ich eine Schüssel voll Äpfel für ihre Familie geschenkt habe, findet sie übrigens prima. Der kleine Moritz (ich denke, er ist 6 Jahre alt, der jüngste Sohn von Anne und Stefan) ist offenbar allergisch gegen gekaufte, behandelte Äpfel. Unsere verträgt er aber und das ist doch wunderbar.

Anne Mick hat mir übrigens erzählt, während ich gestern Äpfel pflückte, dass Puttkammers ausgezogen sind. Naja, ich hatte das schon mitbekommen, weil Umzugswagen vor der Tür standen. Die Eltern von Jesko sind offenbar nach Mallorca umgezogen. Ob der Jesko auch dabei ist, weiß ich nicht. Er müsste ja jetzt in der 11. Klasse sein, war nach meiner Erinnerung ein Jahr jünger als du.

Das war das Wochenende. Morgen hat deine liebe Tante Susanne Geburtstag. Sie wird sich freuen, wenn Du ihr gratulierst.

Dann schauen wir doch mal, was die Woche uns so bringen wird.

Liebe Grüße sendet dir dein Papa

What a weekend!

Lieber Matis,

was hast Du so gemacht am Wochenende? Wart ihr in Aachen und habt den Geburtstag von der Oma gefeiert? Vermutlich.

Bei mir was es eher ein Lesewochenende. Am Samstag und am Sonntag hab ich viel gelesen. Morgens Zeitung und dann ein paar andere Sache. Musste noch meine Urlaubslektüre beenden: „A Bend in the River“ von V.S. Naipaul. Letztes Kapitel. Der Roman spielt am Fluss Kongo, der „Bend“ ist da, wo das Dampfschiff nicht mehr weiterfahren kann und wo auch der „Urwald“ beginnt.

Im Roman befindet sich dort eine fiktive Stadt, die man aber leicht als die Stadt Kisangani identifizieren kann. Der Ich-Erzähler ist indischer Abstammung, an der Ostküste Afrikas aufgewachsen, vermutlich in Kenia, und hat einen Handelsgeschäft in Kisangani gekauft, um es weiter zu betreiben. Das Ganze ist in einer tollen Sprache geschrieben und handelt vor allem von den inneren Erlebnissen des Ich-Erzählers, eingebettet in die Umbruchszeit im Kongo nach der Unabhängigkeit von den Belgiern. Ich finde sowas spannend. Als ich noch in der Schule war, habe ich ja viel mehr gelesen. U.a. auch Peter Scholl-Latour, Mord am großen Fluß. Das Buch behandelte denselben Hintergrund, die Unruhen, nachdem die Belgier aus dem Land vertrieben wurden und ein gewisser Patrice Lumumba zunächst versucht hat, das Land anzuführen. Er hatte eher sozialistische Vorstellungen und ich meine mich zu erinnern, dass er auch von der damaligen Sovietunion unterstützt wurde. Naja, er wurde dann relativ schnell umgebracht. Man sagt, dass ein damals junger Offizier der neuen kongolesischen Armee dahinter steckte, ein gewisser Joseph-Désiré Mobutu. Der wurde anfangs auch stark vom Westen, insbesondere den Amerikanern unterstützt. Mobutu hat es geschafft, die Regierung an sich zu reißen, hat versucht den Kongo afrikanischer zu machen – was ja zunächst einmal eigentlich sehr gut ist -, hatte am Anfang einige gute Ideen. Aber zusehends wurde aus seiner Regierung, was man Kleptokratie nennt. Die Herrschenden beuten das Land aus, und zwar wohl ziemlich brutal. Das Buch Bend in the River handelt auch davon und erzählt, wie der Ich-Erzähler dies weit entfernt von der Hauptstadt in Kisangani, dort wo sich der Fluss krümmt, erlebt.

Am Samstag war ich dann noch im Kasper-Theater. Ja, du hast richtig gehört. Die Becci hat dort im Orchester mitgespielt und deshalb sind wir dort hingegangen. War sehr nett. Übrigens hat da auch einer aus deiner Klasse in der Liebfrauenschule mitgespielt, Peter Thürbach heißt er nach meiner Erinnerung; ich weiß nicht, ob er noch an der LFS ist.

Zu Deinen Konzerten bin ich ja auch immer gekommen, und zwar sehr gerne. Gibt es das noch? Spielst Du noch Klavier? Du hattest ja schon Spaß daran.

Heute Nachmittag war ich am Rursee. Ich habe diesen Monat Stegdienst und muss deshalb aufpassen, dass die beiden Stege immer dem Wasserstand angepasst sind. Du erinnerst dich sicherlich, dass die im Wasser schwimmen und mit zwei Drahtseilen gehalten werden.

Danach habe ich noch eine Runde um den See gedreht mit dem Fahrrad. Eine wirklich tolle Strecke für Mountainbikes.

Das hätte dir vermutlich auch viel Spaß gemacht – wenn du dich einmal dazu durchgerungen hättest :-).

Das wars schon. Mehr gibts nicht zu berichten. Und bei dir?

Liebe Grüße sendet dir dein Papa

Rückmeldung nach der Sommerpause

Lieber Matis,

jetzt sind etwas mehr als zwei Monate vergangen, seit ich den letzten Eintrag für dich in den Blog eingestellt habe. Ich nehme an, dass du in den Ferien und vielleicht auch danach ein paar Mal vorbeigeschaut hast und überlegt hast, wann denn wieder regelmäßige Briefe von mir kommen. Jetzt ist es soweit und es gibt eine Menge zu berichten:

Was ist alles passiert in letzter Zeit? Ich hoffe, du hast eine schöne Zeit gehabt. Ich nehme an, dass du auch in München oder in Spanien bei deinem leiblichen Vater warst. Dann hast du wahrscheinlich irgendwo Urlaub gemacht mit deiner Mutter. Wart ihr in Frankreich?

Das liegt jetzt alles schon so lange zurück und du bist sicherlich schon wieder mitten im neuen Schuljahr angekommen, jetzt mit Leistungskursen und vielleicht ein paar neuen Fächern und neuen Lehrern. Ich hoffe, dass du es gut angetroffen hast. Ich frage mich auch in letzter Zeit häufiger, welchen Sport du wohl außerhalb der Schule betreibst. Bist du immer noch beim Taekwondo?

Gestern und heute musste ich ein paarmal an dich denken, als ich gekocht habe, als ich im Keller an der Märklin-Eisenbahn vorbei musste und dann habe ich heute Nachmittag zufällig die Fotos von 2013 angeschaut, als wir im Sommer zusammen in Cornwall waren (hat mich sehr an Bretagne erinnert). „Reminiscing” kann man das nennen. Geht dir wahrscheinlich auch häufiger mal so.

Willst du wissen, was in den letzten Wochen bei mir alles passiert ist? Keine Angst, ich schreibe jetzt kein Brief von 20-30 Seiten. Aber ein paar Highlights:

Am letzten Wochenende zum Beispiel war ich mit der Omi zusammen auf der Insel Ameland. Ich hatte ihr das im Juni versprochen, als alle über ihre Urlaubspläne berichtet haben und die Omi im Grunde keine Pläne hatte. Das kam mir komisch vor. Also habe ich ihr vorgeschlagen, dass sie sich doch aussuchen soll, wohin wir zusammen Ende August ein verlängertes Wochenende lang fahren. Ich glaube, dass sie Ameland ausgesucht hat, weil das klein und beschaulich ist und man dennoch überall mit dem Auto hinfahren kann. Wir hatten eine sehr schöne und sehr entschleunigte Zeit. Da ich mich dem Rhythmus und der Geschwindigkeit von Omi anpassen musste, verlief alles sehr gemächlich und langsam und wir haben eigentlich auch nicht viel unternommen.

Wir waren übrigens gut 500 m entfernt von dem Ort untergebracht, an dem wir 2009 zusammen zusammen mit der ganzen Familie Terlau aus Leer , also auch du, deine Mama und der Benni, ein verlängertes Wochenende verbracht haben. Du warst damals vier Jahre alt und Benni gerade drei Monate. Es gibt noch wirklich wunderbare Bilder, wie du durch die Sanddünen rennst oder wie Benni mit Oskar spielt. Benni war damals ja noch ein Welpe.

Im August habe ich natürlich arbeiten müssen. Es ist wie immer viel los, aber das ist ja auch gut so.

Der Sommerurlaub in der Bretagne war wunderschön. Ich hatte dir ja vor einigen Monaten einmal ein paar Bilder eingestellt. Die Ecke ist wirklich sehr malerisch, das Meer ist wunderbar zum Schwimmen (und eigentlich gar nicht so kalt) und es gibt echt viele wunderschöne Kletterfelsen am Strand. Das hätte dir sicherlich sehr gut gefallen. Ich hatte mein Fahrrad dabei, bin aber nicht so oft gefahren, wie ich mir das vorher vorgenommen hatte, aber ein paar Touren waren wirklich wunderschön, sowohl an der Küste an entlang als auch durch die Felder. Ich hoffe, bald mal wieder dorthin zu kommen.

Als ich wieder nach Hause kam, fand ich den Brief im Briefkasten, dass die Tante Uli verstorben ist. Das hat mich wirklich sehr getroffen. Sie war eine so liebe Person. Ich denke auch du wirst sie sehr vermissen.

Jetzt ist schon wieder September. Es ist zwar immer noch richtig warm und heute bin ich 20 km durch den Stadtwald mit dem Fahrrad gefahren. In einem Monat sind schon wieder Herbstferien.

Deine Mama ist wahrscheinlich jetzt wieder viel mit Ausstellungen unterwegs. Das ist ja gerade die Zeit der Vernissagen. Wenn du also abends allein zu Hause bist, kannst du gerne rüberkommen. Gestern Abend zum Beispiel war ich auch alleine hier. Wir hätten sicherlich einen gemütlichen Fernsehabend machen können, so wie wir das früher so häufig gemacht haben.

Dein Papa denkt sehr häufig an dich und ich hoffe, dass es dir sehr gut geht.

Liebe Grüße

Heute Fanta4 im Stadion

Lieber Schinski,

weißt Du noch? Im Januar 2019 waren wir zusammen im Fanta4-Konzert in der Lanxess-Arena. War eigentlich ziemlich gewagt für Dich, noch nicht einmal 14 Jahre alt, am nächsten Tag musstest Du in die Schule und das Ganze hat bis fast Mitternacht gedauert, jedenfalls bis wir wieder zuhause waren. Das sind nicht dieselben Bühnenbilder von damals, aber ähnlich war das schon:

Gehst Du da heute Abend hin? Auf der Jahn-Wiese kann man wahrscheinlich ne Menge hören. Aber vielleicht trägt der Sound ja auch bis zu Deinem Zimmer in der Raschdorffstraße.

Heute kommt bei mir Jong-Hwi zu Besuch. Er wird gleich ankommen und ich nutze die Zeit bis 15 Uhr, um Dir noch kurz zu schreiben. Zuletzt habe ich ihn Anfang Januar 2021 im Rheingau getroffen und wir sind mit Benni Wandern gegangen.

Ich freue mich auf den Besuch. Was machst Du so an diesem bisher heißesten Wochenende des Jahres? Gehst Du irgendwo mit Deinem Kumpels zum Schwimmen, fahrt Ihr an irgendeinen See? Weißt Du noch, wie wir in dem heißen Sommer 2018 mal schnell immer zum Rursee gefahren sind, um eine Runde zu schwimmen? Das war ziemlich gut, oder?

Liebe Grüße zum Wochenende schickt Dir Dein Papa

Zimmer frei!

Lieber Schinski,

noch 12 Tage, bis die Ferien anfangen, und Du hast wahrscheinlich kaum noch Schule. Bist Du in der nächsten Woche auf Klassenfahrt? Wie war Dein 11. Schuljahr? Alles gut?

Wohin geht es in den Sommerferien? Der Titel oben bezieht sich auf die Ferien (aber natürlich auch auf den Lärchenweg, wo Dein Zimmer natürlich für Dich frei ist). Dort geht es hin:

Und ich habe natürlich wieder (wie in jedem Jahr) bei der Buchung darauf geachtet, dass im Ferienhaus ein Zimmer für Dich frei ist, wenn Du mitfahren willst. Daten sind im Login-Bereich. Es liegt in der Bretagne: Dort kann man im Meer schwimmen, am Strand radeln, das tolle französische Essen genießen oder einfach nur im Ferienhaus (ca. 200 Meter zum Strand) abhängen. Ich freue mich schon sehr.

Ansonsten: Wie war Deine Woche? Du dürftest ja keine Klausuren oder Ähnliches mehr gehabt haben, vielleicht noch ein Referat?

Ich war in dieser Woche für zwei Tage in Amsterdam auf der „Money 20/20“, einer Messe für die Zahlungsbranche. War spannend, aber auch anstrengend.

Es fällt mir gerade ein, dass ich an dem Wochenende von Christi Himmelfahrt (Vatertag) beim Brötchen-Holen die Annette getroffen habe, die Mutter von Leo. Leo hat offenbar das letzte Schuljahr als Austauschschüler in Schottland verbracht. Scheint ihm ganz gut gefallen zu haben. Naja, Du kannst sowas ja immer noch nach Deinem Abi machen, wenn Du willst.

Ich schließe mal für heute. Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße schickt Dir Dein Papa