Ein Vorbild auch für junge Pianisten:
Der große Vladimir Horowitz ist am 5. November vor 30 Jahren gestorben. Hier eine seiner größten und besten Aufnahmen:
Peanuts (mein Lieblings-Cartoon als ich in USA war)

Reisebericht Himalaya in wunderschönen Fotos von Jong Hwi (November 2019)
Herbstzeit in …

sondern von einem Mitschüler, der sich dort zur Zeit aufhält)
Herbstzeit lädt ein, mal nach draußen zu gehen und ein paar wunderschöne Bilder zu machen, einfach mit der Smartphone-Kamera.




(muss man wissen, sieht man nicht); das Bild habe ich gemacht.
Das lädt alles ein, den Herbst zu genießen. Oder nicht? Kamera in die Tasche stecken und loslaufen. Eine sehr spannende Jahreszeit.

Für junge Politik-Interessierte: Der Ministaat Bhutan – oder das Glück der Bevölkerung als Maßstab für erfolgreiches Regieren
Bhutan ist eines der kleinsten Länder der Welt. Es liegt nördlich von Indien am Fuße des Himalaya-Gebirges. Nur rund 750.000 Menschen leben dort, also weit weniger als in Köln. Und doch ist der Staat bemerkenswert.
Das Land wird von einem König regiert. Dieser hat im Jahr 1953 freiwillig ein Parlament eingeführt. Außerdem hat er die Devise ausgegeben, dass es dem Land nur gut gehe, wenn der Glücksindex wachse.
Warum ist das besonders? Nun, zum einen gab es in der Geschichte nur wenige Könige, die freiwillig die Macht mit einem Parlament geteilt haben. In England zum Beispiel – Vorreiter in Sachen parlamentarische Monarchie – war der Weg bis zur Glorious Revolution mit der Bill of Rights im 17. Jahrhundert lang und blutig.
Ungewöhnlich ist auch, einen Glücksindex zum Maßstab des Regierens zu wählen. In vielen Regierungsprogrammen geht es darum, den Wohlstand zu mehren oder die Arbeitslosigkeit zu senken. Regierungen arbeiten dabei ganz viel mit Statistiken.
Ein solcher statistischer Wert ist das Bruttoinlandsprodukt, der Gesamtbetrag aller im Inland erwirtschafteten Leistungen. Das ist ein seit vielen Jahrzehnten gebräuchlicher volkswirtschaftlicher Index. Man glaubt, dass es den Menschen besser geht, wenn dieser Wert von Jahr zu Jahr steigt. Wenn laufend das Wachstum der Wirtschaft veröffentlicht wird, geht es meist um das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.
In den letzten Jahrzehnten haben aber viele Wissenschaftler die These vertreten , dass es nicht eben allein auf diese Leistungssteigerung ankommen kann. Vereinfacht: Mehr Geld allein macht nicht glücklich.
Insofern ist die schon fast 50 Jahre alte Idee des Königs von Bhutan, einen Glücksindex zu verwenden, nicht Teil eines Märchens (wie Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer), sondern entspricht einer modernen volkswirtschaftlichen Betrachtung.
Der König von Bhutan prägte den Begriff des „Bruttonationalglücks“. Die vier Säulen des Bruttonationalglücks sind die Förderung einer sozial gerechten Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung, Bewahrung und Förderung kultureller Werte, Schutz der Umwelt und Errichtung von guten Regierungs- und Verwaltungsstrukturen.
Es ist zwar nicht einfach, einen Glücksindex zu messen. Es ist auch nicht einfach, danach zu regieren. Man müsste das mal etwas genauer ergründen, also, wie es sich im täglichen Leben auswirkt. Aber interessant ist die Idee schon, oder?
Am meisten ist aber bemerkenswert, dass so in einer Monarchie regiert wird. …
Für junge Politik-Begeisterte: Wer steckt eigentlich hinter Greta Thunberg?

Hast Du Dich schon einmal gefragt, weshalb und wie ein 16-jähriges Mädchen so schnell so weltweit berühmt werden kann? Wie kann sie immer so professionell sprechen, vor so vielen Menschen? Wie hat sie es geschafft, die Fridays for Future-Bewegung und die Klimadebatte so hoch professionell zu befeuern?
Naja, es hilft vielleicht – so berichtet BR24, die Internetplattform des Bayerischen Rundfunks – , dass ihr Vater Svante Thunberg Schauspieler und ihre Mutter Malena Thunberg Opernsängerin ist. Da kennt sich die Familie mit öffentlichen Auftritten aus. Sicherlich unterstützen ihre Eltern Greta. Aber, dass ihre Eltern aus der Berühmtheit von Greta übermäßig eigenen Nutzen ziehen würden, scheint nicht der Fall zu sein.
Bis vor kurzem bestand eine Verbindung von Greta – so der Focus – mit dem schwedischen PR-Manager Ingmar Rentzhog. Manche behaupten, dass Rentzhog, Greta ausnutzt für seine Geschäfte. Er lernet Greta bei ihren Protesten vor dem schwedischen Parlament im August 2018 kennen. Rentzhog betreibt die Social-Media-Plattform „We don’t have time“ für Umweltinteressierte. Um dieses Projekt für Investoren interessant zu machen, warb er mit Greta Thunberg. Great Thunberg distanzierte ich aber vor kurzem von ihm. Nach Ansicht der Journalisten des Focus und des BR ist zudem nicht erkennbar, dass man Greta diese Verbindung vorwerfen könnte.
Selbst wenn sich Greta in Sachen PR (Public Relations = Beziehung zur Öffentlichkeit) professionell beraten ließe, wäre das doch eigentlich nichts Schlimmes. Sonst hätte sie sicherlich Schwierigkeiten, auf die weltweite Aufmerksamkeit der Medien sachlich richtig zu reagieren.
Dabei wird Greta offenbar, so BR24, von den Organisationen Climate Nexus und GSCC unterstützt. Climate Nexus ist eine Kommunikationsplattform für Klimafragen der Rockefeller Philanthropy Advisors, einer in den USA anerkannten Organisation. GSCC ist die Global Supply Chain Council (GSCC), ein professioneller Verband aus Asien, der Unternehmen bei Organisation ihrer Lieferketten unterstützt. Hierzu habe ich leider nicht viel mehr gefunden. Dem wird man noch einmal weiter nachgehen müssen.
Greta lässt auch schon einmal – so der Focus – Wissenschaftler vorher die Fakten ihrer Reden prüfen. So hilft ihr bisweilen Johan Rockström, Leiter des Klimafolgeninstituts in Potsdam, sowie die Klimaforscher Stefan Rahmstorf und Kevin Anderson. Allerdings behauptet Greta sehr standhaft, dass sie ihre Reden selbst schreibt. Sie hole ich lediglich Input von verschiedenen Personen. Die genannten Wissenschaftler unterhalten sich offenbar mit Greta bisweilen und bestätigen, dass sie den Eindruck gewonnen hätten, Greta schreibe und rede über ihre eigenen Überlegungen und nicht über fremde Gedanken.
Offenbar ist Greta eine sehr intelligente junge Frau, die mit einem ordentlichen Selbstbewusstsein und mit einer großen Unerschrockenheit ausgestattet ist. Im Focus und im Nachrichtenmagazin von web.de habe ich auch gelesen, dass Greta an einer besonderen Form von Autismus erkrankt ist, die es ihr leichter macht, sich ganz intensiv auf ein Thema zu konzentrieren. Diese Form nennt man Asperger Syndrom und sie geht mit einem gewissen Mangel an sozialer Kompetenz, d.h. im Umgang mit anderen Personen, einher; dagegen ist das Asperger-Syndrom oft mit Stärken in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung, Wahrnehmung und Selbstbeobachtung verbunden. Greta spricht ganz offen über diese ihre Krankheit, die eine leichte Form des Autismus darstellt.
Ich finde es beruhigend, dass ich im Grunde nichts Verdächtiges gefunden habe. Allenfalls würde ich gerne mal wissen, wer Greta die Reisen finanziert und die Berater? Aber sonst, chapeau!
Für die Technik-Begeisterten: Gaia-X – Was ist das eigentlich?
In der letzten Woche war das Schlagwort Gaia-X überall in der Presse zu lesen (z.B. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gaia-X-IT-Wirtschaft-sieht-digitale-Souveraenitaet-mit-europaeischer-Cloud-gestaerkt-4572001.html). Was hat es damit auf sich?
Für Besitzer von iPhones ist es mittlerweile selbstverständlich, dass Fotos, Musik, naja, eigentlich alle Daten, die sich auf dem Gerät befinden oder darüber erreichbar sind, in der iCloud gespeichert sind. Ähnliches gilt für Geräte, die Android oder Microsoft Office als Betriebssystem nutzen. Bei Android ist es die Google-Cloud. Bei Microsoft ist es die Microsoft Cloud.
Auch viele Unternehmen nutzen Cloud-Lösungen, um ihre Daten zu speichern und zu verwalten.
Also, was ist eigentlich eine Cloud? Das englische Wort für Wolke steht dabei für eine große Menge von Computern, genauer Servern, die miteinander kommunizieren, und auf denen Daten gespeichert werden. Diese Server stehen aber nicht notwendigerweise an einem Ort, in einem einzigen Rechenzentrum, sondern können grundsätzlich überall auf der Erde stehen und können auch jederzeit durch andere Server, die an einem ganz anderen Ort stehen, ausgetauscht werden. Man spricht deshalb von Cloud, weil durch die Vielzahl vernetzter Rechner eine „Datenspeicherwolke“ entsteht.
Die Cloud hat enorme Vorteile gegenüber einem lokalen Rechenzentrum eines einzelnen Unternehmens. In der Cloud kann man Daten auf allen verbundenen Rechnern speichern und verarbeiten, man hat also wirklich viel Speicherplatz. Zum Beispiel eine Bank kann ihre ganzen Kundendaten dort verarbeiten lassen. Und wenn sie – zum Beispiel infolge von Werbung für eine neue App – ganz viele neue Kunden gewinnt, bricht nicht gleich das Rechenzentrum unter der Flut der Daten zusammen. Auch wenn ein Unternehmen wächst, muss es nicht gleich ein neues Rechenzentrum kaufen/bauen. Cloud ist deshalb in vielen Fällen sehr kostengünstig. Man kann auch viel einfacher seine Daten mit anderen Unternehmen teilen, wenn man das will, zB weil zwei Unternehmen etwas zusammen entwickeln wollen.
Warum nun das Projekt Gaia-X? Das ist ja eine Initiative des deutschen Wirtschaftsministers zusammen mit Siemens, Deutscher Bank, Deutscher Telekom und der IG Metall. Aktuell sucht man Unterstützung in anderen europäischen Ländern.
Die bisherigen Cloud-Anbieter sind vor allem US-amerikanische Unternehmen wie Amazon, Microsoft, Google oder IBM. Deren Angebote sind grundsätzlich nicht schlecht, insbesondere weil sehr große und leistungsfähige Unternehmen dahinterstehen.
Was die Nutzer solcher Cloudangebote aber stört, ist folgendes: Man weiß nicht, ob die Rechner in Ländern stehen, die unseren Anforderungen an Datensicherheit nicht genügen. Zudem müssen US-Anbieter zB amerikanischen Geheimdiensten oder anderen US-Behörden den Zugriff auf die Daten, die auf den einzelnen Cloudrechnern liegen, erlauben (link zum Cloud Act). Beides ist zB für Banken in Deutschland, die hohe Sicherheit und Geheimhaltung der Daten gewährleisten müssen, ein Problem.
Deshalb wird schon seit einiger Zeit nach einer Alternative für europäische Unternehmen gesucht. Gaia-X könnte eine solche Alternative werden.
Übrigens das Wort Gaia kommt aus der alt-griechischen Sprache und bedeutet Erde bzw. die Göttin der Erde. Das soll bedeuten, dass ein globales Angebot beabsichtigt ist, nur eben nach europäischen Standards.
Dies ist der Blog für Matis …
Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag, lieber Matis.
Papa hat Dich lieb!



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Literaturtip
Asterix – es geht weiter: https://www.br.de/mediathek/podcast/kulturwelt/die-asterix-saga-geht-weiter/1761773

































